Durch mein Fenster
Ein Gedicht von
Farbensucher
Es klopft. Ein Freund schaut durch mein Fenster.
Ich zöger. Suche nach mir
und denke: Es sind ja nur
ein paar Schritte bis zur Tür.
Mein Lächeln, abgelegt, hängt
noch an der Garderobe.
Dem Spiegelbild fehlt ein Gesicht.
Wer bin ich ohne?
Ich könnte meine Mitte zeigen,
die Lebenssplitter,
mit denen, blutend noch, ich mich
rundum vergitter,
damit ich aufrecht gehen kann
die Schritte bis zur Tür,
um dann ganz fest zu sagen:
Es tut mir leid. Ich bin nicht hier.
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