Die Konstante der Macht
Ein Gedicht von
Max Vödisch
Ob auf dem Dorf im tiefen Tal
oder im Saal aus Glas und Stahl,
die Gier trägt viele Masken hier
und bleibt doch stets dasselbe Tier.
Man spricht von Werten, laut und weit,
doch wenn es brennt, herrscht Einsamkeit.
Dann zählen Namen, zählt das Geld
und nicht das Wort, das man noch hält.
Im Glanz der Städte, auf dem Land
sind gleiche Spuren eingebrannt.
Wer oben thront, bewacht die Stufen
und lässt die anderen still verbluten.
Die Namen löscht die Zeit wohl aus,
doch das Gefühl bleibt stets im Haus.
Dass Recht nicht immer Recht behält,
ist das Gesetz in dieser Welt.
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