Die Fee

Ein Gedicht von Lisa Nicolis
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Es hängt noch Gold des Abends in den Bäumen,
der Mond versilbert seine Himmelsbahn.
Der Abend webt schon an den schönsten Träumen,
das Hasten hält jetzt kurz den Atem an.

Im Schein des Mondes fahl und wie verloren ,
hebt sie sich ab vom abendfinstern Raum.
Ein Wesen, zart, aus Licht und Traum geboren,
schwebt einsam über Ranken, Ast und Baum.

Die Flügel zittern fein wie Spinnenweben.
Der Horizont brennt immer noch in Gold,
im Wind ein kühles, leises, sanftes Beben,
als hätte er ihr grad Tribut gezollt.

Ein Schatten nur ist sie im hellen Scheine,
inmitten von Geäst, von Welt und Nacht.
Vielleicht ist sie die Hüterin alleine,
die hält für alle treue, stille Wacht.


Lisa Nicolis

Informationen zum Gedicht: Die Fee

11.10.2026
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