Der vielleicht letzte Tag

Ein Gedicht von Roland Pöllnitz
Begehen wir den letzten Tag
mit dem olympischen Gedanken,
der Menschheit Tod nimmt, wenn er mag,
am Tag darauf die letzten Schranken.

Drum lasst uns teilen unser Geld,
fahrt Speisen auf für alle Leute,
am letzten Tage dieser Welt
soll niemand Hunger leiden heute.

Wir trinken heut den letzten Wein,
lasst Arm und Reich die Rollen tauschen,
ab Morgen werden gleich wir sein,
heut soll die Liebe uns berauschen.

Ob Jude, Moslem oder Christ,
wir wollen alten Streit begraben,
ein jeder ist, so wie er ist,
lasst jedem seinen Herrgott haben.

Doch diese fassten den Beschluss,
das Menschendasein zu beenden,
so kommt dann auch, was kommen muss,
der Tod ist nicht mehr abzuwenden.

Fliegt bald der Todesstern vorbei,
so sollten wir den Glücksfall nützen,
ich sage euch ganz frank und frei,
der Mensch kann sich nur selbst beschützen.

(c) R.P. 2013

Informationen zum Gedicht: Der vielleicht letzte Tag

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15.10.2014
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