Gezecht im blauen Hecht
Ein Gedicht von
Peter Leitheim
Im blauen Hecht gezecht ein Mann
an Bier und Schnaps so viel er kann,
hat dann gezahlt trat vor das Tor
das Gleichgewicht darauf verlor.
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Er fällt dann auf die Straße hin
die frische Luft raubt ihm den Sinn,
dort liegt er seit zwei Stunden schon
ist ausgesetzt dort Spott und Hohn.
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Zwei Schupos ihre Runden drehen
den Mann auf Straße liegend, sehen
Da vor dem Gasthaus recht viel los
stört er so schlafend aber bloß.
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In schleppen hin dann zum Revier
wäre für die beiden kein Pläsier.
Zu weit der Weg zu viele Treppen
auch viel zu schwer, dorthin zu schleppen
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Man müsste schreiben ein Bericht
doch Schreibkram mögen beide nicht.
Zu viele Fragen wie, was, wahr
das Arbeitsende viel zu nah.
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Ein Schupo kennt ein Gärtchen klein
dort schleppen sie den Kerl hinein,
im Garten dort steht eine Bank
dort kann er schlafen, friedlich, lang.
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Dort zwitschern Vögel, frohes Lied
modernes Kunstwerk, Garten ziert,
und bei der Bank sind Büsche, Baum
dort still und friedlich, Zeit und Raum.
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Als der Betrunkne aufgewacht
verwundert Augen aufgemacht.
Hat Hose, Kittel, Schuhe an
die teure Uhr ist noch am Arm.
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Und als sein Geld er nachgezählt
so festgestellt das gar nichts fehlt.
Sich fragt wie komm ich auf die Bank
und zweifelt nun an dem Verstand.
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Als er zum Garten tritt hinaus
ihm alles fremd, kennt sich nicht aus,
darum er Droschke sich genommen
mit dieser rasch nach Haus` gekommen.
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Doch ihm des Nachts der Schlaf geraubt
weil er nicht mehr an Wunder glaubt.
Ich habe gezecht im blauen Hecht
ich ging dann raus, weil es mir schlecht.
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Wie ich gelangt in jenen Garten?
Ward ich von Engeln gar getragen?
Auch wurde ich nicht ausgeraubt
vergebens er nach Wunden schaut.
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Allein die Hose hat ein Loch
und auch der Schädel brummt, ihm noch.
Gedanklich auf den Weg sich macht
gar viele Fragen angebracht.
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Ein solch` Erlebnis ist nicht schön
wenn man nicht weiß, wie was geschehen.
Er rührt kein Bier kein Schnaps mehr an
weil Vollrausch seltsam enden kann.
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Der Schupos Tat war wohlgetan
wie man am Beispiel sehen kann.
Ein Schluckspecht der nun trocken ist
Papier und Tinte braucht` man nicht.
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Gespart, Verfahren und Bericht
ein jeder hat gewahrt Gesicht.
Auch niemand Ärger hat gehabt
und niemand Arbeit man gemacht.
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Man könnte vieles einfach klären
wenn sture Regeln da nicht wären.
Wenn man lässt walten den Verstand
und handelt dann mit gütig Hand.
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Peter Leitheim: Buchautor
Gedichte, Poesie, Fabeln Märchen.
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