Der Spiegel lügt nicht – leider

Ein Gedicht von Claudia Behrndt
Jeder wird sie einst entdecken,
diese Falten im Gesicht.
Man kann sie nicht verstecken,
die Creme hilft auch nicht.

Sie gruben sich in stillen Jahren,
bei jedem tief ins Angesicht.
Eine kam durch frohe Scharen,
die andere durch das Morgenlicht.

So trägt ein jeder seine Spuren,
als Zeugnis einer langen Zeit.
Man liest darin des Lebens-Uren -
ein Lächeln voller Heiterkeit.

So sei es drum - die Falten bleiben,
sie zeigen, das man wirklich lebt.
Kein Spiegel kann das je vertreiben,
was tief im Herzen weiterschwebt.

Und schaust du abends in den Spiegel,
siehst du ein altes, müdes Gesicht -
du siehst dein Leben, jeden Hügel
und weißt: Der Spiegel lügt nicht.

© Claudia Behrndt
12.02.2026

Informationen zum Gedicht: Der Spiegel lügt nicht – leider

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