Der leise Takt der Stadt

Ein Gedicht von Max Vödisch
Das Pflaster dämpft den Schritt der Vielen,
ein Strom aus Zeit, der uns umschließt.
Wir treiben still in Zwischenzielen,
solang die Nacht vorüberfließt.

Die Fenster sehen ohne Blick,
sind aus blind gewordenem Glas gebaut.
Und was uns trägt, fällt Stück für Stück
in eine Stille, die sich staut.

Kein Wort, das bleibt, kein Hauch, der hält,
nur Klang aus Atem, Stein und Stahl.
Und was uns trennt in dieser Welt,
wird hingenommen, Mal um Mal.

Doch unter allem, dicht und grau,
schlägt etwas fort, das uns erkennt,
im Morgenglanz, im Abendtau,
wenn man uns wieder beim Namen nennt.

Informationen zum Gedicht: Der leise Takt der Stadt

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01.04.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Max Vödisch) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.