Der König der Klorollen

Ein Gedicht von Claudia Behrndt
Im Bad da thront er stolz und fein,
der weiße Held im Lampenschein.
Bis einer ruft: „Die Zeit ist knapp!“
und reißt ihn von dem Thron herab.

Er wagte sich zur Badebraus,
verirrte sich im Schaum - oh graus.
Ein nasser Fetzen ohne Mut,
doch immerhin: Er roch nun gut.

Beim letzten Blatt, herrscht großes Geschrei,
die Menschen stehn vorm Untergang dabei,
drum hortet man ihn wie Gold im Haus:
Ein Schatz aus Zellstoff – nie gehen wir aus!

Und ist sie weg, dann tobt die Welt,
Panikalarm, weil nichts mehr hält.
Man sucht und fleht und ruft laut: "Nein!"
so endet jedes Königreich allein.

© Claudia Behrndt
´2025

Informationen zum Gedicht: Der König der Klorollen

05.03.2026
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