Der Fluch
Ein Gedicht von
Marcel Strömer
Von nun an sollst du hier verharren,
Lebendig einst, bis hin zum Tod erstarren.
Ein Fluch, ein Zauber hält dich inne,
Und steigt vom Fleisch empor in deine Sinne.
Die Zauberin bin ich, die böse Zunge,
Die spricht, was glänzte nun im Sprunge.
Was einst voll Schönheit und Freiheit war,
Verfällt nun meinem dunklen Bann.
Keine Hand, kein schützend Liebes sei dir mehr geschenkt,
Kein Wort, das dich aus Finsteren dich lenkt
Und tausend, aber tausend Jahre währen Schmerzen,
Erfroren liegst du, gefangen, zerspringend Herzens.
Und niemand hebt dich aus dem tiefen Tall,
Nur Nebel hüllt dein Geist, in schlimmer Qual.
Vergessen wirst du sein und so verlassen,
Dämonenvölker ringsumher, die widerlich dich hassen.
So, kleines Erdenkind, liegst arg im Leiden,
wirst mir dem bösen Feind, die größte Lust bereiten.
Und während ich dein Weh oh Schmerz erspüre,
Liegst du erstarrt in eisig Windes Kühle.
So währt der Bann, so spricht mein finstrer Schwur,
Kein Weg zurück, Erinnerung verblasst, und keine Spur.
Gebunden bist du mit Haut und Haare,
So ewig bleibt mein Fluch sich zieht in tausend Jahre.
Schlusswort:
Dein Geist zerfällt, kein Funken bleibt,
Im Frost der Zeit, die ewig treibt.
Kein Trost, kein Licht, kein Herzenssinn,
Gefangen bist du tief darin.
Mein Fluch umhüllt dein letztes Sein,
Und alles Leid gehört nun mir allein.
© Marcel Strömer
[Magdeburg, 01.02.2026]
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