Das Wahrbindende

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Das Wahrbindende

Willst Du das Wahre wirklich finden,
Musst Du Dich selbst ein wenig schinden,
Dort suchen, wo man's finden kann,
Woran man sich fest binden kann.

Sonst bleibt alles doch so beliebig,
Auch dort, wo manches sehr umtriebig
Zwar sucht, doch leider das nicht findet,
Wodurch man Fremdsein überwindet.

Denn ohne Anspruch und Bezug
Landet der Mensch im Selbstbetrug.
Wenn ernsthaft er ein Ziel sich setzt,
Wächst er, weil er dadurch vernetzt

Das ist des Lebens Strategie
Dass ohne Not mit wenig Müh'
Es sucht, was kein Gemüt belastet
Und was auch niemals überhastet.

So fühlt das Wahre sich gut an,
Wenn man es selbst erobern kann,
Nicht fällt in Hektik oder Rage,
Nicht fördert Furcht – oder Blamage.


©Hans Hartmut Karg
2020

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Informationen zum Gedicht: Das Wahrbindende

52 mal gelesen
14.06.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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