Das kleinere Übel

Ein Gedicht von Nico Fender
Das Herz bebt und schreit „Nein!“.
Das Echo hallt in meiner Seele
Und wieder muss ich das Scheusal sein,
wenn ich zwischen Pest und Cholera wähle.

Der eine Weg ist richtig,
der andere Wunschdenken bloß.
Frieden und Harmonie mir so wichtig,
doch werde den Kampf einfach nicht mehr los:

Diesen alten Krieg, das blaue Blut,
dies eine Lied, es wird wieder gut.
Dagegen wehren, mit Zähnen, Schweiß und Krallen.
Sich aufzubegehren, nur um dann wieder zu fallen.

Was Gerecht ist, wirkt nicht mehr fair.
Wahrheit hinter Schweigen interessiert nicht mehr.
Emotionen erkalten an gesellschaftlicher Regel.
Von Träumer zum Spinner, von Kämpfer zum Flegel.

Degradiert, nunmehr einer von vielen.
Die Karten auf den Tisch, der Würfel fällt.
Und ich bin dabei da mitzuspielen,
was der Kopf für richtig hält.

Dabei sollte ich nicht immer auf ihn zählen,
Doch Gnade darf ich von ihm nicht erwarten.
Gezwungen von zwei Übeln das Kleinere zu wählen,
Und dabei mein Herz zu verraten.

N.Fender

Informationen zum Gedicht: Das kleinere Übel

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09.03.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Nico Fender) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.