Das Beben
Wie grauer Nebel - ungebeten,
schleicht die Angst ins grelle Licht.
Man ist in einen Raum getreten,
den man zuvor betrat noch nicht.
Der Kummer ist ein stiller Begleiter,
er wiegt so schwer, er atmet kaum.
Die Stunden ziehen langsam weiter,
wie Blätter fallen von einem Baum.
Da ist kein Wort, das so weit reicht,
zu fassen, was die Brust mir schnürt.
Auch Trost vor dieser Schwere weicht,
wenn nur die Dunkelheit man spürt.
Als Echo hallen die schweren Worte
und die Seele beugt sich unter Last.
Flieht von dem fernen, hellen Orte,
da sie die Welt nicht mehr erfasst.
Es belastet sehr, dies Sorgenmeer,
ich finde die ersehnte Ruhe nicht.
Das Atmen fällt mir darum schwer
und meine Zuversicht zerbricht.
Es ist nur Fühlen voller Schmerz,
die bloße Angst, die nichts erkennt.
Ein wühlendes Beben tief im Herz,
das Unfassbares schon benennt.
© Birgit Klingebeil
[2026]
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