Dämonen

Ein Gedicht von Marcel Strömer
Sie wollen dir dein Rückrad brechen
Sie wollen dir das Herz erstechen
Schleichen nachts um deine Mauern
Wollen dir die Kraft auspowern
Saugen dir hemmungslos den Atem
Graben dich hilflos ein mit Spaten
Geißeln deine nackten Körperstellen
Töten lustvoll deine Nervenzellen
Reißen deine Seele dann in Stücke
Lebst nur noch mit Gedächtnislücke
Wiegen dir das Herz mit Steinen
Treten zu mit Knochenbeinen
Lecken gierig deine Blutkreisläufe
Schicken wilde Fledermäuse
Jagen dich wie Schlossgespenster
Stürzen dich hinaus zum Fenster
Lachen über deine Leiden
Wollen dich in Armut kleiden
Reichen dir die Hand zum Sterben
möchte deine Seele beerben
Wenn dir dann nach Frieden ist
So rufen sie den Antichrist
Trägt dann deine Leiche bleich
Er hinunter in sein Totenreich


© Marcel Strömer
(Magdeburg, 25.11.2014)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung,sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!

Informationen zum Gedicht: Dämonen

666 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
25.11.2014
Das Gedicht darf weder kopiert noch veröffentlicht werden.
Anzeige