Ach das Alter

Ein Gedicht von Klaus-Jürgen Langner
Ich bin nun schon ein alter Mann
und manchesmal dann fang ich an,
anderen gute Ratschläge zu geben.
Denn so ist das nun einmal im Leben,
ich versuche mich damit zu trösten
dass ich schon lange nicht mehr die größten
und dreistesten Dummheiten selber machen kann.
Und dann fängt man mit diesem Blödsinn an.
Andrerseits ist das Alter auch nicht verkehrt,
weil man heut nicht mehr „all so’n Zeug“ begehrt,
und das ärgerte mich damals am meisten
als Junge konnte ich es mir einfach nicht leisten.
Die Jugend ist eigentlich etwas ganz Tolles.
Es ist nur schade, das so Wundervolles
An kleine Kinder vergeudet wird,
die noch nicht mal wissen, wie man das buchstabiert.
Aber das größte Übel der Jugend – ich bin richtig empört-
ist, dass man selbst nicht mehr dazugehört.
Alt werden ist, da braucht keiner zu lügen,
nicht nur Freude, nicht nur Vergnügen.
Aber ich lass mir mein Alter nicht vermiefen,
denke ich bloß mal an die Alternativen.
Na gut, ich bin älter und damit befangen
Aber wer alt werden will muss beizeiten anfangen.
Ansonsten spielt das Alter gar keine Rolle
Ich empfinde die Zeit sogar als eine tolle.
Nur in einem Fall ist zu großes Alter wirklich „Mist“
Dann nämlich, wenn Du ein Käse bist.

Don, 6. 10. 2011

Informationen zum Gedicht: Ach das Alter

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04.11.2013
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Klaus-Jürgen Langner) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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