Winter ist

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Heute Morgen, kurz nach acht,
haben wir uns auf den Weg gemacht.
Wir, das sind der Hund und ich,
das Wetter ist sehr winterlich.

Soweit ich in die Gegend seh,
liegt des neuen Jahres erster Schnee.
Die Flocken liegen dicht an dicht,
jungfräulich noch die oberste Schicht.

Doch halt, ich muss gestehen,
man sollte stets richtig sehen.
Ich kenne viele Tiere ganz genau,
manche dünken sich besonders schlau.

Was im Herbst der Wind verweht,
jetzt wie eine Hügelkette steht.
V-förmig am Rande grüßen
die Spuren von Elsterfüßen.

Sie haben jedes Blatt gewendet,
was für manchen Käfer tödlich endet.
Ich erwähne es auch nur,
als die Tragik der Natur.

Hier lief der Hund vom Kneipenkoch,
dem zuhause kein Zaun zu hoch.
Wenn im Nachbarort die Hündin wartet,
er bei jedem Wetter startet.

Da vorn ignorierte ein Automobilist,
dass im Winter glatt die Kurve ist.
Die Schnauze tief im Graben steckt,
sich der Auspuff in die Höhe reckt.


Nur mal schauen, nicht verweilen,
denn wir müssen uns beeilen.
Große Flocken uns nach Hause jagen,
denn Winter ist in diesen Tagen.

05.01.2016 @ Wolf-Rüdiger Guthmann

Informationen zum Gedicht: Winter ist

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07.01.2016
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