Heikes Hilfe

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Zwischen Silvesterraketen und Weihnachtsbaum
hatte ich einen seltsamen Traum.
Die Heidi fragte nämlich uns Poeten,
ob wir ihr nicht helfen täten.
Sie würde gern im Leuchtturm leben
und mit Ostseewellen sich umgeben.

Und dass das nötige Päckchen Geld
nicht als Schnee vom Himmel fällt.
Außerdem, und das hat mich gerührt,
wie wird sie dorthin transportiert?
Im Weihnachtstraum ist es schnell erreicht,
im wahren Leben es einem Unding gleicht.

Doch jeder kannte seine Pflicht
und steuerte bei ein neues Gedicht.
Sie wurden gelesen und korrigiert,
dann gesammelt und editiert.
Schließlich gedruckt und gebunden.
Man hat sie sogar bei Aldi gefunden.

Jungen und Mädchen rissen sich drum,
lasen schnell, begierig und stumm.
Jeder Kunde wollte sie haben,
um seine Neugier auf Liebe zu laben.
Denn auf dem Cover neben der lila Kuh
stand nur „Heikes Liebe zu…“

04.01.2016 © Wolf-Rüdiger Guthmann

Informationen zum Gedicht: Heikes Hilfe

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04.01.2016
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