Eigener Tierpark

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Die Elster und der Eichelhäher
kommen unserem Garten immer näher.
Der große, uralte Walnussbaum
scheint ihr Überlebensraum.

Täglich sehe ich sie dort flitzen,
im Schnabel eine Walnuss sitzen.
Im Garten an des Zaunes Mauer
verstecken sie die Nuss auf Dauer.

Komme ich mit dem Rasenmäher
diesen Stellen immer näher,
höre ich es im Gehäuse knacken,
statt Gras die angesaugten Nüsse hacken.

Und ehrlich, ich dabei gesteh‘,
es tut mir in der Seele weh.
Denn auch zwei neue Walnusskunden
drehen neuerdings hier ihre Runden.

Der Waschbär kommt heimlich bei Nacht,
das Eichhörnchen es am Tage macht.
Ich muss in keinen Tierpark gehen,
ich kann sie auch vom Fenster aus sehen.

09.11.2018 © W.R.Guthmann

Informationen zum Gedicht: Eigener Tierpark

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09.11.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Wolf-Rüdiger Guthmann) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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