Die alte Straßenlaterne

Ein Gedicht von Klaus-Jürgen Schwarz
Hoch oben leuchten die Sterne,
hier unten die alte Straßenlaterne,
sie spendet ihr Licht zu jeder Zeit,
sie kennt das Glück und auch das Leid.

Von Kindheit grüßt sie mich mit ihrem Licht,
sie bringt mir Glück aus meiner Sicht,
ihr Alter wird weit über "100" ein,
doch niemand verzichtet auf ihren Schein.

Ihr liebevolles, milchig fahles Licht,
vergesse ich selbst im Alter nicht,
eine Linde hat sie zart umschlungen,
es ist kein Meisterwerk, trotzdem gelungen.

Der Sockel ist noch aus der Kaiserzeit,
geküsst wurde unter ihr so manche Maid,
auch manchen Trunkenbold hat sie gesehen,
im Flug die heiteren Tage schnell vergehen.

Die Markttage sind für sie Glücksmomente,
bis an ihr selig langes Laternen Ende,
und ist sie nicht mehr da, am trauten Ort,
kein Bürger verliert ein einzig Wort.

Informationen zum Gedicht: Die alte Straßenlaterne

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07.08.2014
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