KASTANIENBAUM

Ein Gedicht von Jürgen Wagner
Prachtvoll mit vielhundert Kerzen
Säumst Du uns’res Weges Rand
Höher schlagen Kinderherzen
Blätter strecken aus die Hand

Stolz in einem grünen Kleide
Festlich reich und hoch gestimmt
Schenkst Du manchem Menschen Freude
Dem, der hier die Zeit verbringt

Unter Deinen schönen Hause
Ist man ungern nur allein
Macht man gern mal eine Pause
Mag man leicht und fröhlich sein





Anm.: Aus den Balkanländern kam die 'Rosskastanie' in unserer Zeit 1576 aus Konstantinopel nach Europa. Sie wurde und wird vorzugsweise in Parks und in Alleen angepflanzt. Ihren Namen hat sie von den Türken, die ihre Früchte, Blüte und Rinde als Pferdefutter und -Heilmittel einsetzten. Schnell wurde sie bei uns zu einem repräsentativen Baum, den die Könige, aber auch die Städter gerne in Parks und als Alleen anpflanzten. Nicht zu verwechseln ist sie mit der 'Edelkastanie', deren Früchte wir als Maronen genießen; sie gehört zu einer anderes Art hat mit ihr nur die Ähnlichkeit der Früchte gemein.

Die Rosskastanie symbolisiert Fröhlichkeit, Freude, Geselligkeit und Überfluss. In früheren Zeiten wurde sie in der Dorfmitte gepflanzt, damit die Pferde sich in ihrem Schatten ausruhen konnten, während die Fuhrleute in der Gastwirtschaft daneben etwas tranken. So entstanden wohl auch die ersten Biergärten, in denen man heute so gerne weilt.

Früchte und Rinde können als Heilmittel eingesetzt werden, besonders für das Gefäßsystem wirken sie entkrampfend und beruhigend. Die herrlich glatten, rotbraunen Früchte werden von Kindern gerne gesammelt und als Viehfutter oder für Bastelarbeiten verwendet.

Ein Video dazu gibt es unter https://youtu.be/du8KZ89iTPk9

Informationen zum Gedicht: KASTANIENBAUM

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27.05.2017
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Jürgen Wagner) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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