Profil von Wolfgang Scholmanns

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Anzahl Gedichte: 71
Anzahl Kommentare: 67
Gedichte gelesen: 2.030 mal
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Titel
31 Im Tod versinkt der Traum 04.04.26
Vorschautext:
Und wieder eine kalte Nacht,
mit lachendem Gesicht.
Es peitscht ihr Hohn mit roher Macht,
ein Traum, der alten Schmerz entfacht,
gefärbt vom Abschiedslicht.

Am offenen Grab, ein hölzer‘n Kreuz,
welkt in des Blutes Rot.
Bilder aus einstiger Sonnenzeit,
ein Wunsch der deinen Namen schreibt,
doch lauernd grinst der Tod.

...
30 Schweigen 03.04.26
Vorschautext:
Nebel auf fernen Dächern.
In zarten Wölkchen,
schwebt Erinnerung.
Fragen verschließen Türen,
doch plätschert‘s leis´,
am alten Bache.
Dort, wo aus jungem Erwachen
die Blüte lacht,
hüllt sich das Licht in Schweigen.
29 Ansichtssache 03.04.26
Vorschautext:
Sein Ziel hatte er verfehlt,
doch das Ankommen war ihm nicht fremd.
„Abseits der Spur leuchten Blüten",
hatte er lächelnd gesagt,
ging dann ziellos weiter.
28 Zeitlose Zeit 03.04.26
Vorschautext:
Feurig steigt das Tagesbild,
wird die Achtsamkeit sich heben.
Blütentänze, bunt und wild,
tief ins Notenblatt gehüllt,
leise will die Nacht entschweben.

Hoch, über der Blätter Grün,
ragen Farben in den Morgen.
Wolken, die vorüberziehen,
Träume, die der Nacht entfliehen,
nichts bleibt dem Moment verborgen.

...
27 Farben so bunt, zur Osterstund‘ 02.04.26
Vorschautext:
Als einst, vor vielen, vielen Jahren,
ich einen Hasen hoppeln sah,
bin ich ihm hinterhergefahren,
was gar nicht mal so einfach war.

An einer Hütte, die sehr alt.
hielt er bald an und ging hinein,
und aus dem nahgelegenen Wald,
kamen noch viele Häselein.

Ihr Fell war grau, gemischt mit braun,
es war zur frühen Osterstund,
...
26 Vom kleinen Sonnenstrahl 01.04.26
Vorschautext:
Fang ein, den kleinsten Sonnenstrahl,
schließ fest ihn in dein Herz.
Bist du vielleicht mal tief im Tal,
wird dieser kleine Sonnenstrahl,
verbannen, Leid und Schmerz.

Ein Lächeln hält er stets bereit,
bewahrt dir Lebenslust.
Schenkt dir sein Licht, in dunkler Zeit,
im Sprudeln seiner Heiterkeit,
weit fort, von Angst und Frust.

...
25 Fliehendes Schweigen (Kurzkrimi) 31.03.26
Vorschautext:
Zwei Stufen noch und er stand vor ihrer Wohnungstüre. Den Schlüssel besaß er nicht mehr. Sie hatten sich vor einiger Zeit getrennt. Seine einst so große Liebe, hatte von der Affäre mit einer Kollegin Wind bekommen und die Zwei eines Tages eng umschlungen in seinem Auto sitzen sehen. Sie war ruhig geblieben, so schien es nach außen hin aber hätte jemand in ihr Herz blicken können, wäre ihm ein Ort der Zerstörung offenbart worden, für dessen Hoffnung auf Wiederaufbau er nichts mehr gegeben hätte.
Zitternd betätigte er den Klingeltaster. Minuten vergingen aber es öffnete niemand.
"Mira, Mira, mach doch bitte auf. Ich bin es, David. Hör zu, Mira, hör doch bitte zu. Mutter ist tot, Mutter....." Eine Etage tiefer öffnete jemand heftig die Türe.
"Was willst Du hier, du Ratte?", schrie eine männliche Person, mit einer ihm bekannten Stimme, die Treppe hoch. "Wenn Du nicht dein Maul hältst, werde ich es Dir stopfen. Betrügt dieser Dreckskerl erst meine Tochter und will sich jetzt wohl wieder bei ihr einschleimen, was? Pass bloß auf, dass ich Dir nicht die Fresse poliere.“
Es war sein Schwiegervater, ein grober Typ, mit einem großen Potential an krimineller Energie. Einen großen Teil seines Lebens hatte er im Knast verbracht, wegen Raubüberfällen, Körperverletzungen und so.
"Hab heute Morgen meine Mutter tot aufgefunden, mit einer Messerklinge in der Brust. Ein Nachbar hat, kurz bevor ich eintraf, Miras Wagen vor Mutters Türe gesehen. Vielleicht ist ihr etwas aufgefallen. Ein Raubüberfall war es, auf Mutters Schmuck und die Brieftasche mit ihrem Ersparten hatte es ihr Mörder abgesehen.“ Der Alte guckte etwas verlegen als plötzlich eine junge Frau hinter ihm stand. "Verschwinde!", raunte er ihr zu. Der will Dich nur wieder einwickeln. Wirst doch wohl die Schnauze voll haben, von so einem Arschloch.“ David kam langsam die Treppe hinunter.
"Mira, Mutter ist tot. Hast Du etwas gesehen? Mira, Mira nun sag doch etwas.“ Mira war kreidebleich im Gesicht. Im Badezimmer ihres Vaters war ihr ein Hemd aufgefallen, das mit Blutspritzern übersät war. Auch an dem Handtuch, das vor der Waschmaschine lag, hatte sie Blutflecken gesehen. Aber sie schwieg, so wie Mira immer schwieg, wenn sie von Polizisten zu den Missetaten ihres Vaters verhört wurde.
"Nein, nein David. Ich hab deiner Mutter nur die Wäsche gebracht. Sie hatte mich gebeten zur Wäscherei zu fahren. Es ging ihr nicht gut, ihre schreckliche Migräne. Du weißt doch, dass ich immer für sie da bin. Das hat mit uns auch gar nichts zu tun, ich habe es immer nur für sie getan, nur für sie." Ein paar Tränen liefen der jungen Frau über die Wangen. „Was heulst Du denn, mein Kind? Wegen der brauchste nicht zu heulen, war auch nicht besser als ihr Ableger. Nase hoch und eingebildet, dass ist dieses Pack. Hab sowieso nie verstanden was Du an diesem Kerl findest,“ Mira hörte gar nicht hin. Sie mochte es nicht, wenn ihr Vater so über andere Personen sprach, besonders dann nicht, wenn sie diesen Menschen nahe stand, wie ihrer Schwiegermutter.
Unten im Hausflur, bewegten sich zwei uniformierte Gestalten. Es schien, als hätten sie bei Frau Claas der Hausmeisterin geklingelt, denn die öffnete gerade die Türe. Sie wechselte mit den Beamten ein paar Worte, zeigte dabei mit dem Finger nach oben. Kurz darauf liefen die Polizisten die Treppe hinauf. Einer von ihnen stellte sich direkt vor Miras Vater. "Ach, sie mal an", sagte er. "Wen haben wir denn hier, ein alter Bekannter. Was bist Du denn so nervös, gibt`s da einen Grund?"
"Lasst mich bloß zufrieden, ich habe mit der Sache nichts zu tun. Hab meine Strafen immer abgesessen. Seit fünf Jahren war keiner von Euch mehr hier und ich auch nicht mehr auf dem scheiß Polizeirevier. Bin sauber geworden, aber das kriegt Ihr wohl nicht in Eure Beamtenschädel.“ Der Beamte winkte ab, sagte noch: „Schön wäre es.“
"Sie sind die Tochter?" fragte sein Kollege Mira, die zitternd hinter ihrem Vater stand. "Ich, ich..... ja, die Tochter bin ich", stotterte sie. " Frau Mell hat mich gebeten, ihr die … die Wäsche zu bringen. Sie sah müde aus, hatte wohl Migräne, sagte sie. Ich bin dann auch sofort wieder gegangen."
"Ist Ihnen sonst nichts aufgefallen?"
...
24 Am Grenzweg 30.03.26
Vorschautext:
Im Windgesäusel schwinden Tagbilder,
am Fensterholz nagt Abendtau.
Lichtgestalten spielen auf,
werfen Schatten aufs Abschiedstor.
Farbtupfer noch, im Mondblütenlachen.
Schmales Nachtgewölk,
Stille zieht durch die Stadt.
Jenseits des Grenzweges blüht noch ein Zweig,
lass uns aufbrechen.
23 Früh im Jahr erwacht 30.03.26
Vorschautext:
Auf einer Lichtung, tief im Wald,
der Mittag rief zur Rast,
legt´ ab ich meinen Rucksack bald,
hat Eile nicht und Hast.

Ein Hochgenuss, zur stillen Zeit,
am lauen Wintertag,
den Geist vom Spuk der Welt befreit,
soweit ich es vermag.

Im Sonnenlicht, ein Zauberglanz,
weit öffnet sich das Tor,
...
22 Am offenen Sarg 29.03.26
Vorschautext:
Deine Wangen noch so rosig,
im Samt des letzten Bettes.
Dreimal lief ich zur Abschiedsstunde,
sah deiner Schönheit Antlitz.
Im Toresschluss winkt Vergehen,
im Samsara der Klang leiser Noten.
Lebt der Moment auch vom Klagelied,
wächst zart, was bald schon neu erblüht.
21 Die Ballade vom zerbrochenen Glück 29.03.26
Vorschautext:
Es kam einst ein braver Wandersmann,
in ein fernes Städtchen gezogen.
Eine Kunde, von der man noch heut´ erzählt,
wo die Liebe hat ihn bis zum Tod gequält,
ihn schon bald ausgelacht und betrogen.

Ein Mädchen, so zart wie der Morgentau,
mit wallendem Haar, wie aus Golde,
und mit Augen so schön, wie des Himmels Blau,
trug die Anmut und Schönheit kokett zur Schau,
dass die Männerwelt ihr nur sei holde.

...
20 Der Heimat fester Anker 28.03.26
Vorschautext:
Wo mancher Traum nach Erfüllung sehnt,
wachsen Schranken auf, nach dem Erwachen.
Wunschgewirr, dass die flimmernden Nächte dehnt,
manches Bild noch die lüsterne Hoffnung wähnt,
schenkt der Sehnsucht ein wehmütig´ Lachen.

Blau verwebt, mit des Himmels weitem Zelt,
ist das Fernweh ein alter Bekannter.
Ruft Verlockung aus einer fremden Welt,
wo die Axt noch die Stämme der Hütte fällt,
doch zu fest liegt die Heimat am Anker.
19 Alte Dame, ferne Zeit 28.03.26
Vorschautext:
Im Zimmer sitz ich, seh durchs Fenster,
auf die grüne Laube.
Alte Bank, wiegst leis im Licht des Abends,
stumme Schatten fordern zum Tanz.
Lange her, dass die Liebe ihren Kranz flocht.
Herz, geschnitzt in lauer Sommernacht,
siehst nicht die Träne stillen Abschieds,
den die Zeit gebracht.
18 Beobachtungen am See 27.03.26
Vorschautext:
Noch sucht es Form und Wölbung, dieses kleine, gerollte Blatt, dessen helles Grün am Vortag noch in brauner Knospe ruhte. Wie leise es doch weht. Es scheint im milden Morgenwind zu träumen. Doch da, ein rundlicher Käfer, der auf der Suche nach einem Frühstück ist, nähert sich dem Blatt. Ich staune über seine Gefräßigkeit. In Windeseile hat dieses kleine Insekt die Hälfte des jungen Blattes verspeist. Klar, dass es jetzt erst einmal eine Pause einlegen muss, sein Magen wird bestimmt voll sein.  Zwei seiner Artgenossen haben sich zu ihm gesellt und den Rest des jungen Blattes verspeist. Auch sie, gesättigt vom Frühstück, machen jetzt ein Verdauungspäuschen. Unten am Fluss haben die Frösche ihr Morgenkonzert angestimmt. Diese tagaktiven Tiere bevorzugen Insekten, Schnecken oder Würmer als Speisen. Ich habe schon beobachtet, wie sie im Sprung nach Insekten jagten und auch Erfolg hatten. Drüben, am anderen Ufer, sind die Schwäne damit beschäftigt, ihr Nest herzurichten. Fünf  Junge hatten sie im letzten Jahr, wovon nur eines übrig blieb. Seine Geschwister waren den Füchsen zum Opfer gefallen. 
 Ein aromatischer Duft, der von der kleinen Halbinsel zu mir herüberweht stammt von dem Kalmus, der sich oft an nährstoffreichen Gewässern ansiedelt. Er wird wegen seiner Bitterstoffe und Alkaloide als Heilmittel bei Zahnfleischerkrankungen und Magenleiden verwendet. Ich sitze hier in einem alten Kahn, der mir bei meinen Beobachtungen oft als einigermaßen bequeme Sitzgelegenheit dient. Er liegt am Nordufer des Sees und ist umgeben von einem Teppich aus Wasserlinsen. Diese grüne Pflanze wurde früher als Entengrütze bezeichnet. Angeblich wurden Entenküken damit gefüttert, da sie das Wachstum steigern würde.
An so manchen Frühlingsabenden habe ich hier gesessen und den Anblick genossen, wenn im Rot des Sonnenuntergangs der Wald in der Dämmerung versinkt und über das buschumwachsene Gewässer die Fledermäuse ihre Kreise ziehen. Die Lieder der verschiedensten Vogelarten, das Gequake der Frösche, die im Schilf plätschernden Fische und den wunderbar Seelenfrieden bringenden Duft habe ich in meine Träume eingeschlossen. Tief in mir lebt noch der Knabe, welcher einst diese unauslöschlichen Wunder empfangen hat. Mit dem Verständnis vieler Menschen rechne ich nicht aber ich weiß, dass es einige gibt, die mich verstehen, ja sogar ähnlich empfinden wie ich.
17 Vom Leben mit Demenz 27.03.26
Vorschautext:
Feuchte Nebel über Traumgebälk.
Noch folgen Mondschatten dem Schritt.
Im Anfang war der Gedanke reger Begleiter.
Jetzt, wo der Atem zögert,
weckt Stille das Vergessen.
Nur das Bild, das ins Herz gemeißelt,
klopft noch im Takt.
Sonst liegt Schweigen auf der Zeit,
klanglosen Abschiedsliedes
16 Ein Morgen, der mein Herz bewegt 26.03.26
Vorschautext:
Ein Morgen, im stillen Erwachen,
hat am Himmel sein Feuer entfacht.
Leis hör‘ ich den Sonnenschein lachen,
bald schon flüchten die Geister der Nacht.

Mein Weg führt durch Wiesen und Wälder,
seh die Nebel im schlafenden Tal.
Kalt schmückt noch der Reif manche Felder,
hör das Rufen des Käuzchens noch mal.

Des Flusses friedliches Rauschen,
dringt sanft mir schon balde ans Ohr.
...
15 Liebesnacht 25.03.26
Vorschautext:
Und als ich die Wärme
deiner nackten Haut spürte,
war mir, als hätte
uns die Liebe in ein Bett
aus Sternenstaub gelegt.

Dein heißer Körper brannte,
wie der Sonne schönstes Rot
und in der Wollust des Verlangens,
spürte ich die lodernden Flammen
deiner heißen Küsse.

...
14 Der „Einsame“ ist klug 25.03.26
Vorschautext:
Im Netzwerk der Kommunikation,
wütet die Einsamkeit.
Erwartungsvoll steht der Hohn
sozialer Verbundenheit.

Smalltalk und keine Zeit,
treiben die Menschheit um.
Die Oberflächlichkeit,
ein Ritual von Dumm.

Dummheit, sie zweifelt nicht,
ist sich doch ihrer sicher,
...
13 Zeitlose Zeit 24.03.26
Vorschautext:
Feurig steigt das Tagesbild,
will die Achtsamkeit sich heben.
Blütentänze, bunt und wild,
tief ins Notenblatt gehüllt,
leise wird die Nacht entschweben.

Hoch, über der Blätter Grün,
ragen Farben in den Morgen.
Wolken, die vorüberziehen,
Träume, die der Nacht entfliehen,
nichts bleibt dem Moment verborgen.

...
12 Stille 23.03.26
Vorschautext:
Ich möcht’ da sein,
wo Stille ist,
annehmen, was sich gerad vollzieht,
wo man Dualität vergisst,
das EGO in der Zeit verblüht.
Auch nichts bewerten - Akzeptanz,
der Augenblick ist das was war.
Nichts hat beständige Substanz,
und doch ist immer etwas da.