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Anzahl Gedichte: 82
Anzahl Kommentare: 46
Gedichte gelesen: 25.374 mal
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Titel
82 Grundlagen 19.07.26
Vorschautext:
Ich atme die Luft
morgenkühl und frisch.

Ich trinke Wasser
klares Elixier.

Ich esse das Brot
am hölzernen Tisch.

Ich liege im Bett
ganz dicht neben dir.
81 Langzeiteffekt 12.07.26
Vorschautext:
Lustlos polieren wir unsere Kronen
und ziehn unseren Karren wie eh und je.
Wir sezieren gemeinsam Dämonen
am Nachmittag bei einer Tasse Café.

Hundert Klippen, die wir nicht umschifften
und abends schneidest du mir das dünne Haar,
ich fasse dir frech und plump an die Hüften,
wir sind einfach lange nun schon ein Paar.
80 Schein 08.07.26
Vorschautext:
Mondlicht flutet stumm die Nacht,
glänzt es silbern oder ist's nur grau?
Niemand gibt sein Geheimnis preis
und ich werd' aus dir nicht schlau.
79 Schöner Abend, ohne Reim 28.06.26
Vorschautext:
Den Korken raus
im Überschwang,
Rotwein, Rotwein,
hart am Limit.
78 Mittsommer 2026 23.06.26
Vorschautext:
Selten kurze Schatten,
noch keine Chance vertan,
UV-verstrahltes Jetzt,
du locktest mich, ich kam.
77 Vorfrühling 01.03.26
Vorschautext:
Der Specht klopft ihn herbei,
die Amsel kündet ihn früh,
die Zeisige und die Meisen
widmen ihm eine Sinfonie.
76 Februarnacht 19.02.26
Vorschautext:
Dem Mond gefällt
das Leichentuch,
das kalt und weiß
deckt alles zu.

Vom Frost gebannt
steht still die Zeit,
noch eine Nacht
Unendlichkeit.
75 Mein Gedicht 09.01.26
Vorschautext:
Mein Gedicht ist frei,
ohne Handlung, ohne Strang.

Mein Gedicht ist kurz,
kein überflüssiges Wort.

Mein Gedicht ist rund,
es hat Rhythmus, es hat Klang.

Mein Gedicht ist stark,
reißt deine Gedanken fort.
74 blick nach ganz oben 23.11.25
Vorschautext:
ein blick zu den sternen
in eiskalter nacht,
in glitzernde ferne,
da hab' ich gedacht:

im milchstraßenstreif
wird's wohl dinge geben,
die ich nicht begreif'
nicht in diesem leben.
73 Abschluss 19.11.25
Vorschautext:
Die Luft ist grau, die Farben stumpf,
das Schilf ist vergilbt und entseelt.
Hart am Rand von grundlosem Sumpf
hab' ich meinen Stand heut' gewählt.

Sterntalergleich fallen goldgelb
letzte Birkenblätter auf mich
und aus dem nichts giftig und hell
der Hundelaut, nun schon ganz dicht.

Vor mir plötzlich das schwarze Schwein
überfällt den Weg in einem Satz,
...
72 Unter dem Radar 15.11.25
Vorschautext:
Du siehst es meist nicht
und wenn, dann erst spät
oder so kurz, dass
man's nicht gleich versteht.

Irgendwann merkst du,
glaub mir, es ist wahr,
das Glück fliegt häufig
unter dem Radar.
71 Leichtlebig 08.11.25
Vorschautext:
Ich habe Hoffnung, weil ich's will,
leiste mir das Gottvertrauen,
ich werd' auch morgen früh aufsteh'n
und nicht in den Abgrund schauen.
70 Altersmilde 01.11.25
Vorschautext:
Zwischen den kleingedruckten
Zeilen meines Lebens
las ich die Vergeblichkeit,
den Schmerz, die Hoffart allen Strebens
und es verblieb doch eine Möglichkeit,
eine eventuell sinnvolle Ergänzung,
ich nannte sie für mich
die zwischenmenschliche Schadensbegrenzung.
69 Angeber 31.10.25
Vorschautext:
Er sitzt schon viel zu lange hier,
masturbiert stets ohne Reue,
vergeudet Zeit, Strom und Papier,
wirft falsche Perlen vor die Säue.
68 Vor weißem Blatt 30.10.25
Vorschautext:
Fernab meiner
Lebenswirklichkeit
zwischen den nicht
geschriebenen Zeilen
sah ich die Muse
und war kussbereit,
doch sie wollt' nicht
bei mir verweilen.
67 Guten Morgen 22.10.25
Vorschautext:
Die Welt ist noch unscharf und grau,
der Tag weiß nichts von seinem Glück,
doch die Erde dreht uns ins Licht
und das Leben kennt kein zurück.
66 Rezept 19.10.25
Vorschautext:
Gedankenstrom
aus meinem Kopf
umgeleitet
zum Suppentopf.

Lange köchelt's,
stark reduziert,
kleine Flamme,
dann wird probiert.

Den Deckel hoch,
Dampf im Gesicht,
...
65 Primitiv 18.10.25
Vorschautext:
Der Abend mit dir
war schön wie der Morgen,
ich wollt' unbedingt
noch etwas besorgen.

Ich hab' es geplant,
getan und genossen,
ich hab' dich zweimal
ins Weltall geschossen.

Mit viel dummem Stolz
und sehr biederem Sinn
...
64 Universen 12.10.25
Vorschautext:
Heute geht's in meinen
wie immer kurzen Versen
um mir unbekannte
parallele Universen.

Ich hab' sie nämlich durchgezählt
in langer, schlafloser Nacht
und die Summe hat ungefähr
acht Milliarden gemacht.
63 Dichtkunst 27.09.25
Vorschautext:
Ich schnitze meinen Kleinstreim
nur pumucklgrob zurecht,
ich verschmiere Poesieschleim
und manchem Leser - wird schlecht.