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| 13 | Malen in der Camargue / Südfrankreich | |||
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Vorschautext: Bemalt sind alle Leinwände bis zum äußersten Rand Im Olivenhain reift die Frucht schwillt wird schwarz und fällt Bis zum Mittag steigt die Sonne so hoch noch höher - brennt Unterhalb der Salzblume kristallisiert Sel gris Man lässt die Pinsel liegen fasst sich ans nicht abgeschnittene Ohr hungrig und durstig kehrt man ein in ein winziges Restaurant ... |
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| 12 | Geruchlos | |||
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Vorschautext: Als die Brombeerzweige kletterten dunkles Rot mich in die Knie zwang blieben Blüten ohne Duft Ich weinte mir die Augen aus dem Kopf © Gabriele Weinschenk o3 o2 2o17 |
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| 11 | Verfinsterungen | |||
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Vorschautext: Ich habe den Verfinsterungen nichts entgegenzusetzen Nicht aufzuhalten ist die ungeheuerliche Lichtschmelze Die schweren Umbrasommer sind Vergangenheit Niemand schließt die Abendwunder auf Das goldene Abendlicht bleibt eingeschweißt und das Poliment ohne Haftung schmutzig grau Die gläubigen Barbaren wissen es angeblich ganz genau und sagen: Der Letzte macht das Licht aus Als sei das noch nötig |
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| 10 | Flüchtige Kardamomen | |||
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Vorschautext: Heimlich flatterten wir mit den Ulmen ersehnten jeden Frühling verspielten die Sommer Perigan Perigan ... locken benetzen bestäuben leuchten zwinkern blinzeln durch grünes Glas durch Rot Rot Rot Mit allen Sinnen beäugeln pflücken enthüllen entkleiden Perianth Perianth ... |
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| 9 | Unbedarft | |||
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Vorschautext: Wir wussten nichts als wir in den Wald gingen Wir spielten badeten im Bach schliefen auf moosigen Betten Unter den Steinen versteckte sich das Feuer Ich bedeckte deinen Leib mit Blättern Ich frage mich ob es richtig war die Steine zu bewegen ... |
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| 8 | Sodom und Gomorrha | |||
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Vorschautext: Kormorane treiben die Fische in die Enge Kein Fischer ist draußen auf dem Meer Kein Wal sprüht eine weiße Fontäne Haie schwimmen vorbei zeigen ihre Seitenzähne Tausende Fische treiben tot an die Ufer Das Meer tödliche Falle ohne Netz Sizilien Schattenland ohne Rufer Sodom und Gomorrha – Gomorrha das Land Sodom das Meer ... |
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| 7 | Nachrichten eines Tages | |||
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Vorschautext: Eine von den Medien ernannte Diva der hohen Töne hält ihr, immerhin verhülltes, Gesäß in die Kamera und wird dafür verehrt, bewundert Der neu gewählte Präsident Amerikas twittert Rassistisches und misst seine Qualitäten an TV-Einschaltquoten und Klicks im Internet Ein Fussballer wirbt für Nierenspenden weil er nun schon die Dritte braucht, zwei hat er schon verschlissen Schulzens könnten theoretisch nun auch Kanzler werden ... |
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| 6 | Löwenmaul | |||
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Vorschautext: Um den Himmel in seinen wechselnden Farben zu sehen braucht es wohl die Kunst des Abwartens Auch dem läuft das Wild nicht einfach vor die Flinte Kommt man ans Ziel wenn man eines hätte? Welches würde es sein? Was weiß ich denn ... |
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| 5 | Herbstzeit in Bremen | |||
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Vorschautext: Schon bald wird man dem Springbrunnen mit dem Centauren das Wasser abstellen und die riesige Amphore im Park mit den bekränzten Ochsen wird großeckig eingehaust Riesenrad mit Zuckerbude und Geisterbahn baut man auf lässt Uhren plötzlich schneller gehen und dreht mutwillig an den Zeigern Licht wird ganz diffus und kurz der Tag und ich würde mich am liebsten sofort verweigern Mir fällt meine Großmutter ein wie sie mir sagte ... |
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| 4 | Wintermärchen | |||
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Vorschautext: Abschied nehmen von Wintermärchen Weiße Hermeline grüßen im Gehen Am späten Nachmittag letzter Schnee in kurzen Sonnenstrahlen Mir schwinden die Sinne Mein Geist schmilzt auch ganz klein dahin Zaghaft ölen Vögel ihre Stimme Nur die Bäume tragen schwer Ich sehe dich in einem Kanon von Weiß ohne Wort und Stimme Vermiss dich und die Zeit des kurzen warmen Lichts ... |
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| 3 | Jenseits des Himmels | |||
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Vorschautext: Trockenes Brot halten sie uns hin. Wir essen es nicht. Sie reichen uns sauren Wein. Wir rühren ihn nicht an. Sie verpesten die Luft. Wir atmen nicht dieselbe! Und immer quälen sie die Fische, verderben das Meer. Wir löschen unseren Durst, an eigens juveniler Quelle, jenseits jeden Himmels. ... |
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| 2 | Totenhaus | |||
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Vorschautext: Wüstensand beginnt sich zu vernarben Schlächter wetzen Messer mit Entzücken Vipern verlieren ihre Hörner voller Gram Brunnen trocken werden zu Fossilien Eunuchen brechen nicht nur Wellenrücken Von nun an weben Spinnen einen dunklen Faden Verleumder werden feierlich gepriesen Geier werden leichenblass vor Scham Kropfgazellen lahmen werden heiser Karakale steigen ohne Lächeln heimlich auf Ihre Stimmen kaum zu hören werden immer leiser Sphinxhaft bewachen sie das Totenhaus ... |
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| 1 | Mit Dir | |||
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Vorschautext: mit dir immer großes Kino Eintritt frei ausgenommen Verzehr 2014 |
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