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Anzahl Gedichte: 36
Anzahl Kommentare: 1
Gedichte gelesen: 15.427 mal
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Titel
36 Bruch 10.02.21
Vorschautext:
Ach, möchte sich doch der Frieden senken
auf mich und mein Leben in dieser Zeit,
doch fürcht ich, er wird es nicht tun.
Ach, wollt er doch meine Schritte lenken
und von mir nehmen das drückende Leid,
mir Ruhe schenken, mich auszuruhn.

Gebrochen hab ich mit der Mitstreiterin,
ihr Zetern und Keifen will ich nicht mehr hören,
ihr Drohen soll nicht mehr mich länger verstören,
sie nannte sich Freundin, war Quälgeist nur,
erkannt hab ich ihre wahre Natur,
...
35 Passt schon 01.02.21
Vorschautext:
Und hätt ich auch die Welt gesehn,
noch eh ich sie erfahren
in all den langen Jahren,
du kannst doch jetzt nicht einfach gehn!

Sag, willst du mich belehren,
worüber, wenn ich fragen darf,
das Herz so leer, die Zunge scharf,
soll ich dich mit Besuch beehren?

Was du da glaubst zu wissen,
hab ich schon lang vergessen,
...
34 Einmal nur 16.01.21
Vorschautext:
Einmal nur in die Welt der Engel schaun,
ihr unerkanntes Wirken auf Erden
verborgen in einfacher Menschengestalt.
mit Leid umhüllt und in Schwäche getarnt,
einmal nur der Liebe Macht erahnen,
bevor ich sie nie gesehen,
wenn Zeit es ist zu gehen.

Einmal hinter der Wahrheit die Milde erkennen,
anstatt die Tempel der Lüge niederzubrennen,
einmal nur das feurige Schwert gesenkt,
nicht dreingeschlagen, nichts ausgerenkt,
...
33 Kein Muss 12.11.20
Vorschautext:
Die Zeit steht still und was die Stunde schlägt,
ist mir entfallen zwischen Tag und Nacht,
und wer das All und auch die Erde trägt,
wer all dies Wunder hat gemacht
und was mein Auge hat gesehn,
es wird vergehn, nichts kann bestehn,
zu groß der Schmerz, zu tief die Qual
für eine Wahl.

Ich bin am Ende, kann nicht mehr,
es gibt nichts mehr, was da noch zählt,
mach mir das Leben nimmer schwer,
...
32 Quittung 16.09.20
Vorschautext:
So werd ich also an der Liebe sterben,
so soll es sein, so hab ich es verdient,
erschöpft von Schmachten und Umwerben.
Aus Liebe sterben, das ist gut gesühnt.

Hätt ich den Tag genutzt und seine Stunde,
so hätte ich dein wundes Herz zurückgewonnen,
doch achtlos ließ ich drehn ihn seine Runde,
bis ihn die Nacht verschluckt mit ihren schwarzen Sonnen.
31 Techtelmechtel 18.08.20
Vorschautext:
Ob du auch spielst mit mir,
ich kenn dich durch und durch,
weiß sehr genau, was dir gefällt,
wie sehr du liebst mein Wohlgefallen
und jedes Wort verschlingst,
mit dem ich deine Schönheit preise.

Und schwächle ich als Kavalier,
so bin ich doch kein Lurch,
brauch keine Macht in dieser Welt
und schiele nicht nach Ruhmeshallen,
wo alles schal verlogen klingt,
...
30 Wölfin 31.05.20
Vorschautext:
Kommst aus ferner Vergangenheit,
schwarz wie die Nacht dein Haar,
Raunen aus längst entschwundener Zeit,
dein Augenstern hell und klar.
Hast mich flüchtig gestreift,
bald wie ein scheues Tier,
da auch mein Gestern gereift,
zur Ernte gebracht im Heute und hier.

Unter den Sternen in voller Pracht
schwarze Wölfin, schön wie die Nacht,
bietest mir deine Kehle
...
29 Lady 30.05.20
Vorschautext:
Nur einfach dir zu zeigen,
wie sehr du mir gefällst.
Es spielt doch keine Rolle mehr,
gibt nichts mehr zu vergeigen
und was du von mir hältst,
beschäftigt mich nicht allzu sehr.

Chemieblond nennen sie dein Haar,
ich find es einfach wunderbar,
die Schminke deiner Augen
wird ein paar Stunden taugen.

...
28 Blinde Kuh 03.05.20
Vorschautext:
Warum bist du nicht gekommen,
hast du mich denn nicht gesehen?
Ich bin bereit, ich bin befreit,
ein Wort von dir hätte genügt.
Den Nächstbesten hast genommen,
um mir aus dem Weg zu gehen,
er kennt dich nicht, es tut mir Leid,
ich bins nicht, der dich belügt.

Ach, was soll's, lass mich zufrieden,
brauch dich nicht zum glücklich Sein,
du wirst brechen, du wirst weinen,
...
27 Liebe in Zeiten von Corona 07.04.20
Vorschautext:
Es war dein Haar, das mich geweckt,
sein feines Kitzeln im Gesicht,
erst dacht ich mir, dass ich geneckt
von einem Traum im Mondenlicht,
dann aber spürt ich deine Brust,
die warm auf meine sich gelegt,
es stockt der Atem mir vor Lust,
benommen find ich mich erregt.

Such deine Lippen zart umfaltet,
tast mit den Händen deine Wangen,
fass deinen Leib so wohlgestaltet
...
26 Reue 07.04.20
Vorschautext:
Und zuletzt ist da nur noch Reue,
der Wunsch, es wäre nie geschehen,
das sehnlichste Verlangen,
es wieder gut machen zu können,
alles wieder gut machen zu können,
der Schmerz der Unmöglichkeit,
dieser unendlich scheinende Schmerz
der Unwiderruflichkeit,
dieses ungeheure Verlangen,
alles wieder heil machen zu können
mit einer überfließenden Liebe,
die so weh tut,
...
25 Altenschutz 29.03.20
Vorschautext:
Die Berge schweigen stumm, es rührt sie nicht,
der Wind weht nachts, als wäre nichts geschehen,
ein Volk in Angst in Häusern eingeschlossen
mit all den Kindern, jetzt zur schönen Frühlingszeit.

Denn so befiehlt man mir und lügt mir ins Gesicht,
und frage ich warum, wird's einfach übersehen,
da Wasser doch genug in Richtung Meer geflossen,
denn meinetwegen braucht es nicht dies Ungemach und Leid.

Kein Kind soll weinen wegen eines alten Deppen,
wie ich es bin, mein Leben hinter mir schon lange,
...
24 Todesengel 21.03.20
Vorschautext:
Hab dich sofort erkannt,
von hinten erst gesehn,
ach Gott, wie bist du schön,
so gertenschlank und wohlgeformt,
die sanften Brüste nicht genormt,
das Haar gerade wie ein Strich
in hellem Blond betöret mich,
reicht dir hinunter an die Hüfte,
roch ich von fern auch keine Düfte,
wohlduftend hätt ich es genannt.

Und dann von vorne mir ganz nah,
...
23 Coronado Moon 10.03.20
Vorschautext:
Kann es denn sein, dass dich die Angst gefangen,
die um sich greift wie einstens schwarze Pestilenz,
weil rundum Leute sich zum Sterben hingelegt?
Ach, wär'n die Hamsterkäufer doch gegangen,
die feigen Jammerlappen tumber Existenz,
und all die Mickrigkeit hinweg gefegt.

Zum Supermond in dieser Nacht,
du glaubtest mich in weiter Ferne
und gabst verloren unsre zarte Liebe,
ich hab zur Frau dich mir gemacht,
Trauzeugen waren nur die Sterne,
...
22 Das Auge 19.02.20
Vorschautext:
Und wieder hat die Zukunft nicht
genügend Raum mehr für ein Morgen,
da wir uns hundertmal begegnet
ganz ohne Eile grenzenloser Zeit.
Uns sagten: Warum jetzt, da ich liiert
und du als Mutter bist gebunden?
Da wir uns heut und hier gefunden,
auch morgen noch ist's früh genug.

Sofort erkannt ich dein Gesicht
und musst mir selbst kein neues borgen,
sind wir verflucht, sind wir gesegnet,
...
21 Eingeborene 17.12.19
Vorschautext:
Schau nicht auf zum Himmel,
frag nicht wann es kommen wird,
und ob wir nicht genug gelitten,
vollbracht, erduldet und erstritten.
Von dort wird keine Hilfe kommen,
den Feinden keine Strafe blühen,
kein reicher Lohn für unsre Mühen,
das sage ich dir unbenommen.

Wir harrten länger als lange genug,
derweil die Welt zum Teufel geht,
was kümmert’s uns, lass sie doch gehen,
...
20 Trau dich! 04.12.19
Vorschautext:
Es will sich mir nicht recht erschließen,
da ohnehin nicht von Belang,
ob du den Vorzug willst genießen,
ob macht dich glücklich oder bang
die Gunst meiner Verehrung.
Weil nichts davon wird Folgen haben,
ob ich nun hör auf die Belehrung
oder ob flieg ich mit den Raben.

Stehst in der Tür so forsch und frech
und doch verletzlich filigran:
In Wespennester flink ich stech
...
19 Profilbild 27.11.19
Vorschautext:
Du glaubst, ein Foto zeigt es nicht,
was war und ist von Anfang an
und sein wird morgen irgendwann,
du denkst, man sieht’s nicht im Gesicht?

Die Ahnen, Frauen und Gestalten,
aus denen du hervorgebracht,
aus deren Geistern du gemacht,
seit Anbeginn, du glaubst das nicht?

Es ist ein Kommen und ein Gehen,
der Urgroßmütter weißes Haar,
...
18 Hainbuche 21.11.19
Vorschautext:
Gott zum Gruß,
du kühle Schöne
voll innerer Feuersglut,
ob du mich suchst oder fliehst,
noch immer gefällt‘s dir gut,
wenn Blicke du auf dich ziehst,
wie einstens in jungen Jahren,
als warst du noch unerfahren.

Diszipliniert, von Vernunft geleitet,
fest wie ein Fels in der Brandung,
schier jeder Belastung gewachsen,
...
17 Nur für dich 17.11.19
Vorschautext:
Kann nicht mehr sein ohne dich,
kann ohne dich nicht mehr sein,
lebt in keiner Lüge, war nicht allein,
nicht aufgesessen trügerischem Schein.

Konnt nicht sagen, irgendwas sei falsch gewesen,
hab nichts gesucht und nichts gewollt,
frei wie der Wind bunte Blätter aufgelesen,
fest überzeugt, dass es ist, wie es sollt.

Neugierig, ab und zu hilfsbereit,
ohne Arg und Absicht und Hintergedanken,
...
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