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Anzahl Gedichte: 79
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Gedichte gelesen: 36.012 mal
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Titel
39 Gleitzeit, es ist Gleitzeit - jeden Tag
Vorschautext:
Es gleitet majestätisch der helle Vollmond auf seinem himmlischen Pfad.
Einer Schönen leise nachschleichend schreitet der Werwolf zur blutigen Tat.

Es gleitet behäbig der uralte Gletscher auf dem felsigen Untergrund.
Durch Klimawechsel und Temperaturanstieg dezimiert, geschmolzen und wund.

Es gleitet rauschend der suchende Adler durch die hohen Lüfte.
Unten schnuppert ein Hase letztmalig süßliche Blumendüfte.

Es gleitet munter der große Fisch durch das Wasser, das klare.
Gekocht, schneidet das kalte Messer durch dessen Fleisch, das gare.

...
38 Märchenland 6: Gretel von Orléans - die silberne Ritterin
Vorschautext:
Ich durchwanderte seit Tagen herbstliche Berge und Auen,
sah es in der Ferne, wollte gar meinen Augen nicht trauen.

In silberner Rüstung, wie der Monden Glanz,
im Kampf, vor und zurück, wie in einem Tanz.
Das bedrohliche Untier,
kochend heiß, direkt vor ihr,
starr und doch gleichzeitig überall,
in ihm gärt flüssig pures Metall.
Heißer Dampf aus allen Öffnungen spie,
wahrlich ein ekelhaft monströses Vieh.

...
37 Die einsame Jägerin
Vorschautext:
Bist Du wieder mal auf der nächtlichen Pirsch,
wird es gefährlich für den männlichen Hirsch.
In böser Lust erjagst Du so allerlei,
für Dich ist immer was Passendes dabei.
In dem Trophäenhaus, an der großen Wand,
sich so manch schönes Beutestück wiederfand.

Erlegst, genussvoll, das Wild mit viel Geschick,
brichst ihm, trickreich, erst das Herz, dann das Genick,
nimmst Dir lächelnd deine Beute mit nach Haus
und weidest nach Jägersart dein Opfer aus.
Was für Dich nur Spaß, Befriedigung und Lust
...
36 Mit Sicherheitsschuhen wäre es nicht passiert
Vorschautext:
Wenn Dir im Eifer des Gefechts etwas auf die Füße fällt,
und es ist kein Lotteriegewinn, also kein Batzen Geld,
sondern eher etwas schwereres, so wie ein Mauerstein,
dann kann dieses für den armen Fuß schon ganz schön schmerzhaft sein.

Und würden wir nun von einem größeren Unglück sprechen,
könntest Du dir gar einen Knochen, eine Zehe, brechen.
Trügst Du jedoch, solltest es besser wissen, Du dummes Gnu,
zum Schutz, an jedem Fuß, links und rechts, einen Sicherheitsschuh,
dann würdest Du nicht laut schreiend in der Werkhalle stehen,
sondern gemütlich, mit anderen, in die Pause gehen.

...
35 Gestern – die erste Begegnung
Vorschautext:
Ein Mann - altersgrau und verwirrt,
einsam durch dunkle Straßen irrt.
Eine Frau – gebeugt, am Werktisch,
schmiedet fremdes Glück künstlerisch.

Die Flamme - so glühend heiß.
Metall schmilzt – es fließend tropft.
Von ihrer Stirn rinnt der Schweiß.
Der Mann zart ans Fenster klopft.

Blicke sich nun treffen,
zwei Lächeln so entsteh´n.
...
34 Nur Du
Vorschautext:
Wärest Du ein bunter Schmetterling,
ich Dich gern mit meinem Netze fing.
Wärest Du eine kleine Forelle im Wasser,
dann wäre mein Leben wohl viel nasser.
Und wärest Du eine Sumse-Biene, die mich sticht,
wär ich nicht bös, schrieb Dir lieber ein Gedicht.

Wäre ich ein Kontrolleur von Fahrkarten,
wären kostenfrei all deinen Reisen und Fahrten.
Wäre ich ein bekannter 5-Sternekoch,
kochte ich Dir tolle Suppen, noch und noch.
Und wäre ich so eine arme Laborratte,
...
33 Der alte Mann im Mond und die Prinzessin von Schierstein
Vorschautext:
Wie uns allen wohl hinlänglich bekannt
ist unser Mond nicht gänzlich unbemannt.
Dort schon seit ach so vielen Jahren wohnt,
grauhaarig, dieser alte Mann im Mond.

Er da hat, was eines Menschen nur bedarf,
Licht, Heim und wärmende Wolle vom Mondschaf.
Allein - ihn dieses einsame Leben quält,
ihm seit Jahren die gute Laune vergällt.

Sein Wunsch, sein bemühendes Bestreben,
ist süßliebende Zweisamkeit im Leben.
...
32 Der Not-Aus-Schalter
Vorschautext:
„Mann, eh – so ein Not-Aus-Schalter
kann Dir den Arsch retten, Alter.
In einer Elektrowerkstatt auf jedem Tisch
so dieses Schutz-Dingens zwingend vorhanden ist.“
Kurt, Altgeselle, berufserfahren, im Kundenumgang sprachgewandt
für die Wichtigkeit des Not-Aus-Schalters klar bestechende Worte fand.

Selbst Moritz, Auszubildender und recht kenntnisreich,
um die Vorzüge dieses Schutz-Dingens Bescheid weiß:
„Solche Not-Aus-Schalter muss es geben,
retten vielleicht auch mal mir das Leben.“

...
31 Nur ein dummer Hund
Vorschautext:
Im grellen Schein einer Laterne steht
ein Mann dessen Herz sich im Kreise dreht.
Er schaut hinauf zum Fenster, zu dem Licht.
Sie ist noch wach, zu Bett ist sie noch nicht.

Er steht hier, wie ein Hund, wie ein dummer,
leidet jammervoll an seinem Kummer.
Er träumt so sehnsüchtig von dieser Frau,
hört ihren letzten Satz noch ganz genau.

Sie sagte: „Wärest du ein Hund,
dann gäbe ich dir auf den Mund
...
30 Firebird oder Knötterich
Vorschautext:
Eine große Hexe, namens Clarissel Kwallidäd
kommt neuerdings bei Hexentreffen ständig zu spät.
Der Grund für dies unselige Fehlverhalten
ist ihr Hexenbesen - kaputt - der Stiel gespalten.
Drum nutzt sie den öffentlichen Linienbesenbus,
aber statt zuverlässigem Transport - nur Verdruß.

Der sehnlichste Wunsch von unserem Zauberwesen
ist ein neuer dienstbarer Hexenbesen.
Bei der Modellauswahl schwankt sie zwischen dem Firebird,
modern, sportlich, eine Linienführung die Männer betört.
Und dem altgemütlichen Knötterich,
...
29 Der Pfefferminzbonbon
Vorschautext:
Es war einmal ein Pfefferminzbonbon,
er lebte dort, wo auch andere wohn´,
in einer Aufbewahrungsschachtel,
im Regal, neben dem Tortenspachtel.
Sauber aufgestellt in Reih und Glied,
ganz sicher dass ihm hier nichts geschieht.

Doch nach süßen Naschereien suchende Kinderhände
bereiten diesem Sicherheitsdenken ein jähes Ende.
Der Pfefferminzbonbon, weiß und rund,
verschwindet in des Kindes Mund.

...
28 Du – mein Starschnitt
Vorschautext:
So sehr wünschte ich mir ein Foto von Dir.
Lebensgroß, im Schlafzimmer, da an der Wand.
Öffnete allabendlich die Zimmertür,
könnt Dich sehen, von Dir träumen - stundenlang.

Ich weiß, wie es mich in deine Nähe führt.
Aus dem ach viel zu kleinem Bild auskopiert,
wird alles, dein Fuß, dein Knie und deine Hand,
vielfach vergrößert auf Din-A4 gebannt.

Würde Blatt für Blatt Dich sauber ausschneiden,
sowie ein Starschnitt, aus ganz vielen Teilen.
...
27 Das Hamsterrad
Vorschautext:
Morgens in Schwung gebracht
dreht es bis in die Nacht,
unablässig im Kreis herum.
Niemand erfasst genau warum.

Man steckt drin, ist eingesperrt,
es einen nach vorne zerrt.
Man immerzu hetzt und rennt,
ohne dass wer je erkennt.
Denkt die Strecke sei endlos,
ist immer dieselbe bloß.
Jedoch im Rad, beim Drehen,
...
26 Mein Bärthold
Vorschautext:
Bärthold, der ist äußerlich ganz aus Pelz
und freimütig gestehe ich euch laut:
er ist in des Tages Trübsinn mein Fels.
Kuschelig und so weich ist seine Haut.

Der Bärthold, der ist nicht so groß, eher klein
und springt mich dann die schlechte Laune an,
dann hilft sein Lächeln, süß fröhlich und fein.
Er sitzt vor mir, der kleine Bärenmann.

Bärthold, ist auf Zeit eine Leihgabe
und wohnt täglich auf meinem Arbeitsplatz,
...
25 Was ist eigentlich Reparaturmanagement?
Vorschautext:
Ein Mensch verschickt, gut verpackt, ein Gerät
zur Reparatur, da es nicht mehr geht.
Hofft, dass man es baldigst zurücksende,
das Warten schon nach kurzer Zeit ende.
So reist das Gerät nun durchs ganze Land
zu des Herstellers sachkundiger Hand.

Dort ja wohlbehalten angekommen
wird es rasch kompetent aufgenommen.
Ein Reparaturauftrag ist geschrieben,
nächstens soll es einer ins Regal schieben.
Dann steht es zur Bearbeitung bereit
...
24 Das ewige Lied vom zugesagten Termin
Vorschautext:
Ein Mensch bestellt, entschlossen, ein Gerät,
dringend schnell, da es ohne nicht mehr geht.
Das alte es nimmer tut, ist ganz hin,
nur ein neues Gerät macht wirklich Sinn.
Geordert mit paar Wochen Wartezeit,
doch dazu ist unser Mensch gern bereit.

Als der zugesagte Termin doch recht überschritten
rief er beim Kundendienst an, um Auskunft zu erbitten:

„Leider ist etwas dazwischen gekommen.
Ärgerlich, aber im Grunde genommen
...
23 Klonen2: Die Klon-Maschine
Vorschautext:
Ja, ich erwähnte es doch schon,
ich erschaffe mir einen Klon.
Weil die, die ich so liebend begehre,
die, die ich über alles verehre,
jedoch, und dies hat mich unfassbar tief schockiert,
sich nur für einen anderen interessiert.
Darum sammle ich von ihr einzeln verlorenes Haar,
denn zum Klonen benötigte ich ihre DNA.


Eine Maschine hab ich mir gebaut,
eine Maschine, sie dient zum Klonen
...
22 Klonen3: Die Klon-Frau - das wohl missglückte Experiment
Vorschautext:
Ich vergaß doch nun völlig zu erwähnen, dass so ein Klon,
frisch gefertigt, so dumm ist wie einer Kartoffel ihr Sohn.
Das Hirn ist zwar, wie der Körper ja auch, stofflich vorhanden,
jedoch sind dort keine eigenen Gedanken entstanden.

So erfand ich den Gedanken-Brenner, für mehr Geist und Wissen,
denn ich will wirklich nicht mit einer dummen Frau reden müssen.
Hab alle meine Gedanken auf einem PC gespeichert,
damit wird dann das Gehirn meiner Geliebten angereichert.

Der Start-Button ist gedrückt, der Dupliziervorgang jetzt beginnt,
Blitze hinter getönten Scheiben, SIE so ihre Form gewinnt.
...
21 Was unsere Walküre von Männern hält
Vorschautext:
Ich bin ja eigentlich ein ganz normaler Mann,
aber eins, das wurmt mich, das find ich echt nicht nett.
Meine Kollegin, die Heike, sagt immer dann
zu mir, frech und völlig ungeniert: Bernadette!

Ich trage da hinten, an meinem Hinterkopf,
aus grauem Haar, so einen kleinen Pferdezopf.
Und diese Frau kann es einfach nicht sein lassen,
will immerzu an mein kleines Schwänzlein fassen.

Ich muss euch diese Frau wohl doch mal näher beschreiben,
an deren Art ja so viele arme Männer leiden.
...
20 Von MontagsMonstern und FreitagsElfen
Vorschautext:
Es gibt in meiner täglichen Arbeitswelt
ein doch durchaus merkwürdiges Phänomen.
Jedoch niemand, der sich bei mir mal aufhält,
kann dieses Ding mit eigenen Augen seh´n.
Vielleicht ist so etwas ja auch euch bekannt.
Ich hab es einfach „MontagsMonster“ genannt.

Komm ich also am Montagmorgen zur Arbeit,
dann sitzt es schon frech auf meinem Tisch und grinst breit.
Groß, dick, überall dicht behaart, ganz ungesund,
und riecht auch noch furchtbar abscheulich aus dem Mund.

...
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