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Gedichte Über Seele - Seite 149


Ach wie herrlich ist unsere Welt!

Ach wie herrlich ist doch unsere Welt -Gedicht - Nr.765
Ein Gedicht für Mutter Erde und unseren Globus.
Ein Gedicht der Zuversicht mit lieben Worten.
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Ich sehe am blauen Himmelszelt
die Schäfchenwolken fliehen,
sehe der Vögel bunte Gefiederwelt
dort ihre Bahnen ziehen
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Ich sehe Gräser - Wiesenpracht
rieche die duftend` herrlich Blüten,
ich sehe Hummeln voller Tatenkraft
vernimm von heiteren Grillen zirpen.
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Ich sehe Gipfel die im Sonnenlicht
im Purpurrot erglühen,
aus einer Schmiede klingt Hammerschlag
dort sehe ich glühende Funken sprühen.
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Ich sehe die Wellen, ihr wogenden Gang
mit seinen weißen, schäumenden Kronen,
ich lausche dem Meer, und dem tosenden Gesang
wenn wilde Stürme um uns umtoben.
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Ich sehe die Wälder - ihr sattes Grün
seh Baumwipfel die im Wind wogen,
und lausche den Vögeln, dem Jubelsang
die ihren Schöpfer lauthals - loben.
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Ich sehe manches wogend` Weizenfeld
den Klatschmohn dort erblühen,
und höre den Regen, wenn er fällt
kann die Erfrischung, Kühle, fühlen.
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Ich sehe des Nebels wogenden Gang
hör Rabenrufe - laut erklingen,
ich sehe den Himmel, Mond - Sterne nächtlichen Gang
im goldenen – Licht blinkend erklimmen.
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Ich sehe ein großes Spinnennetz im Tau
geschmückt mit Wassertropfen- Diamanten,
auf Gartenbänken, Mann, Kind, und Frau
ich sehe kleine Mücken wirbelnd, tanzen
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Ich sehe den frischen glitzernd` Schnee
auf Flur und weiten Feldern,
und sehe auch manch scheues Reh
eintauchen in die dunklen Wälder.
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Ich sehe Schiffe, die Segel, ihre Pracht
auf dem Meer, in Sonnenstrahlen funkeln,
erschaudere von Stürmen ihrer Macht
die das Sonnenlicht - verdunkeln.
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Ich höre von Kindern ihr frohes Lachen
bei ihrem Tanze und heiterem Spiel,
und seh am Himmel bunte Drachen
frag´ nicht die Wolken nach ihrem Ziel.
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Ich sehe und fühle noch viel mehr
auf dieser wunderschönen Welt,
doch wünsche ich mir dabei so sehr
dass dies noch lange bleibt und hält!
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Peter Leitheim: Buchautor von Spiegelbild der Seele
Gedichte, Märchen, Fabeln, Kurzgeschichten, Gebete
www.leitheim-gedichte.de
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Lauf der Zeit

Ich stehe im Schatten der Jahre
und frage unentwegt.
Mein Mund formt Worte,
doch die Antwort bleibt mir schuldig
wie Schrift unter vieler Hände Abrieb.
Alles, was ersteht, neigt sich schon dem Fall,
und alles, was lebt, trägt den Saum des Endes.

Schwer fällt mir der Gang durch diese Welt.
Mit ängstlichem Herzen schreite ich voran,
und jede Stunde liegt mir auf der Brust
wie ein Stein aus fremder Hand.
Ich bestaune das Vergehen
wie ein Mönch die Kerze schwinden sieht
im lähmenden Schweigen der Nacht,
wenn selbst die Kirchturmglocke ruht
und nur das Wachs noch schwach wärmt.

Doch rings um mich herum wandeln Menschen
mit wachen Augen und verschlossenen Seelen.
Sie gieren dem Augenblick entgegen,
als wäre er ein Reich ohne Endlichkeit.
Sie sammeln Kleines mit großer Hast
und nennen es Leben.
Brot, Wort und flüchtige Freude
erscheinen ihnen gewichtiger
als Sinn und Ursprung.

Man spricht zu mir: Sei nützlich!
Man fordert mein willenloses Tun,
doch nicht meine vielen Fragen.
Ich soll Lasten tragen, nicht verstehen.
Doch meine Seele widersetzt sich
wie ein Ross dem falschen Zügel.
Denn mich drängt nicht das Werk,
sondern der Grund des Werkes.

Oh Leben, was verlangst du von mir?
Bist du Prüfung oder Zeichen?
Bist du ein enger Steg
zwischen Geburt und Vergehen,
oder birgst du einen Willen,
der tiefer reicht als Zeit und Lärm?
Sprichst du in Leiden,
weil der Mensch sonst nicht lauscht?

Ich rede mit Menschen
und erreiche sie doch nicht.
Ich höre ihr Stimmengewirr
und nehme sie nicht auf.
Denn das tägliche Reden vom Immergleichen
zehrt an mir wie ein langsamer Fraß.
Diese Worte ohne jedwedes Gewicht
ohne tiefere Bedeutung
machen den Geist krank
und lassen die Seele darben.

So bin ich ein Fremder im Eigenen,
ein Umherirrender ohne Ziel.
Wankelmut und Trotz,
die Zeit trägt mich immer weiter,
weg von mir selbst,
wie ein Rad ohne Rast.
Gestern und Morgen verlieren ihr Maß,
und das Jetzt zerfällt zu Staub.

Ich bin gefangen im Lauf der Stunden,
als hätte jemand die Welt
auf ein verborgenen Rahmen gespannt.
Und mir fehlt die Luft, die Worte
nicht aus Leere,
sondern aus Übermaß.
Denn was in mir ruft,
ist größer als jede Urschrei.

So klage ich gegen Nebelwände,
so tief.
Nicht wider die Welt allein,
nicht wider den Himmel allein,
sondern wider das Rätsel,
das Menschenleben genannt wird.


© Marcel Strömer
[Magdeburg, 03.02.2026]
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