Das Schöne
Meine Augen suchen immer das Schöne,
Um die Jugendlichkeit einzufangen,
Womit ich mein Alter versöhne,
Mein Dasein dann ohne Bangen.
Der Blick zu leicht geöffneten Lippen
Wirft mich in die erste Zeit der Liebe zurück,
Als noch wenig Rundung auf den Rippen
Und Liebe mein erstmaliges Glücksgeschick.
Jetzt liegt es an meinen alternden Augen,
Sich Schönheiten immer noch vorzunehmen,
Wenn sie sich an einem Bildnis festsaugen
Und so mein Gemüt ein wenig entquemen.
©Hans Hartmut Karg
2026
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