Hoch bei den Wolken
Meine Diva leuchtete als Mondglück mir,
Nachdem ich sie nachts im Scheine sah
Und meinte, der Mond würde mich verlachen.
Das Mondglück leuchtete über Gebühr
Und schien mir plötzlich so irdisch nah,
Dass kein Schlaf sich konnte entfachen.
Ein dünnes Wölkchen zog am Mond vorbei,
An dieser, meiner gelbleuchtenden Diva,
Verbarg wie durch einen Schleier den Stand.
Später näherten sich noch weitere Drei,
Mir wurde warm ums Herz, als wäre Shiva
Tanzend im Kreise außer Rand und Band.
Erst als die Wolken meine Diva verdunkelten,
Wurde ich ruhiger, denn ich konnte sehen,
Wie sich meine Diva langsam schlafen legte.
So schlief auch ich endlich ein. Es munkelten
Sanfte Gestalten, raunten mir zu im Herdrehen,
Dass mildere Lust mein Seelenkleid erregte.
©Hans Hartmut Karg
2026
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