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Gedichte Über Gedanken - Seite 7


Verliebtes Bangen

Und wieder lieg ich fragend hier wach!
Starre ein Loch nach dem anderen in die Decke,
denke wieder nur über sie so herzklopfend nach,
sie ist schon eine auch eine süße Schnecke.

Und das war doch heute kein Zufall hier!
Sie blieb doch länger da nur wegen mir,
wird immer nervös und bekommt rote Wangen,
beobachtet mich auch schon seit langem.

Sie ist auch wirklich eine klasse Fachkraft,
was sie nicht so alles super schnell schafft!
So klug und gebildet und so schön dazu,
ja verdammt, sie lässt mir hier gar keine Ruh!

Jetzt lieg ich hier fest ins Kissen vergraben,
verdammt, wie soll ich es ihr nur sagen?
Würde sie das womöglich falsch verstehen,
wenn ihr Chef mit ihr würd gerne ausgehen?

Ich glaube, sie jat mich auch längst durchschaut,
ihre zufälligen Berührungen absichtlich gemacht,
mich jedes Mal mit einem tiefen Blick angelacht,
ihre Nähe wirkt für mich schon fast vertraut.

Frag mich schon, was sie wohl gerade so treibt!
Schwärme schon von ihren zartroten Lippen...
mein Herz schlägt schneller unter den Rippen,
stell mir sie schon öfters vor, so ohne Kleid.

Beim ersten Anblick war ich schon in sie verknallt!
Wollte mich aber unbeirrt auf meine Arbeit besinnen.
Doch längst ist mir klar, sie erwischte mich kalt,
und ist dabei, meine Herz im Sturm zu gewinnen.

Wie freu ich mich drauf, sie morgen wiederzusehen,
verdammt nochmal, ich muss es endlich versuchen!
Werd ich ihr nicht bald mein echtes Interesse gestehen,
werd ich mich irgendwann selbst dafür verfluchen!

Was kann schon großartig Schlimmes passieren,
ja ok, ich könnt von meiner Traumfrau einen Korb kassieren.
Das wäre wirklich eine Katastrophe, in der Tat!
Also warte ich lieber noch eine Weile, was sie so vor hat?

Ist schon auch süß, wie sie sich an mich heran schleicht,
wie sie mit kessen Blitzblicken mein Aufmerksamkeit erreicht!
Als zuletzt unsere Hände sich "zufällig" berührten,
eine irrer wohliger Schauer mir die Worte abschnürrte.

Hey! Ich weiss längst, ich hab mich wirklich in sie verliebt!
Insgeheim träum ich längst davon, wie sie mich küsst,
und was sich daraus sonst noch so alles Tolle ergibt,
ja wenn ich nur wirklich, wirklich, also wirklich wüsst

... ob auch sie ist in mich verliebt!?

© meteor 2024
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Kunst der Kommunikation

Der Mensch heißt Mensch, weil er nicht alleine leben mag.
Als soziales Wesen das Alleinsein ihm bereitet Unbehag'.
Um sich zu verständigen mit seinen Artgenossen,
mehrere Wege der Kommunikation sind erschlossen.

Stehen sich zwei dieser Wesen Aug' in Aug' gegenüber,
so stehen Mimik und Gestik parat, Blicke wechseln hin und her.
Optische Signale sind die Art für den visuellen Datenverkehr,
unmittelbar und in Sekundenschnelle blickt man her- und hinüber.

Bei dem Verständigungsweg "Verbal" die Sprache ist elementar wichtig!
Zwei Mitteilungsformen dafür sind in Wort und Schrift vorhanden,
mal mündlich sich zu unterhalten oder es textuell wird verstanden,
seinem Mitmenschen sich hör- oder lesbar zu machen, vielschichtig.

Eine recht moderne Form der Kommunikation sei auch genannt,
vorallem in Social Media sie wird überwiegend angewandt.
Mal fremde, mal eigene Audio- oder Videoaufnahmen werden ausgetauscht,
Kombinationen der bereits genannten Wege wird so zugesehen und gelauscht!

Betrachtet man nun eine andere längst beliebte Verständigungsform, den 'Chat',
so ist festzustellen, Mitteilungsort ist das Internet, Tippen die Weise,
worüber Menschen über weite Ferne sich unterhalten, mal in Gruppen, mal im Duett,
meist aber nur auf schriftliche Art, senden Buchstaben auf die Reise.

Nun fehlt dieser eingeschränkten Form der Kommunikation
unübersehbar und logischerweise die non-verbale Interaktion,
die Vieles ohne Worte verständlich macht,
was nur Geschriebenes allein auch zuoft hat nicht vollbracht!

Ohne ausführliche Umschreibung wieso diese Wortwahl ist benutzt,
abhängig vom Gefühlszustand des/der Lesenden der Worte Wirkung stellt sich ein!
Und selbst die non-verbale Reaktion beim Lesen verbleibt beim Leser allein.
Der Schreiber weiß nicht ob der Text wie gewollt wurde verstanden .. oder ob es wurd' gestutzt!?

Missverständnissen ist so Tor und Tür geöffnet, haben oft schon verärgert, betrübt!
Ungewollt werden Gefühle verletzt, der Mensch unnötigt gekränkt.
Und das nur, weil die Wortwahl ungenügend getroffen, wirklich ungelenk!
Sich im Ton vergriffen, verschmitztes Grinsen, besänftigendes Lächeln nicht ausgeübt.

Die Kunst dieser non-verbalen Kommunikation, in der Lyrik sie hat schon ewig Tradition...
Nur mit Worten wohlgewählt, ist es allen Alphabetkünstlern erst ermöglicht,
mitzuteilen nicht nur bloßen Text, nein auch die Stimmung aus ihrer Sicht,
miteinzuweben Gefühle als Zwischenzeileninformation, zu erzielen so den richtig'n Ton!

Mal gelingt es, mal auch nicht!
Wie auch im Chat, auch im Alltagsleben.
Missverständnisse wird es leider immer wieder geben ...
Es ist an den Beteiligten, diese schnell wieder zu beheben.
Für ein harmonisches Zusammenleben ist das einfach Pflicht!

Der Mensch heißt Mensch, weil er nicht perfekt ist!
Und bei der Kommunikation macht er zuoft den größten Mist...
hinterher ungläubig das Angerichtete ratlos zu betrachten.
Vieles wäre zu verhindern gewesen, galt es nur zu beachten,
gegenüber ein anderer Mensch sitzt am anderen Verständigungsende!
Mit wohl anderer Gefühlslage als man selber offenbart.
Erneute Überprüfung, was man hat geschrieben, vor der Absende,
Und vielleicht viele Missverständnisse bleiben erspart.

© meteor 2023
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Woge der Lust

Ich hatte nicht vor,
dich so derart zu begehren...
auch nicht das,
dass es das heraufbeschwor,
mich nach dir so zu verzehren ...

Ich habe mich nicht hingesetzt
und erwartet,
dass mein Körper mich verrät,
dass nur durch
deine Worte
mein Denken aussetzt ...
und so ausartet,
dass alles völlig
in Erregung gerät.

Trotz deiner Abwesenheit
verweilst du in mir ständig ..
es schmerzt von Zeit zu Zeit,
meine Lust ist so unbändig ...
die Abstände eine Geringfügigkeit,
mein inwendiges Verlangen steigt
nun auch auswendig...

Es tropft ... und der Stoff weiß es,
dieser Zeuge der langsamen,
verheerenden Woge der Lust ...
dieses Anschwellen, bis zu heiß alles,
dieses hinaufkriechende Anbahnen,
dieser begehrliche feuchte Durst...

Ich wälze mich hin und her,
und der Stoff seufzt an mir ..
nass befleckt von der Wahrheit,
die ich nie laut auszusprechen wage...
Nicht nur Erregung, nein, viel mehr...
diese Art von Hunger nach dir ..
diese geballte, gepresste Klarheit,
wonach im Dunkeln niemand fragte ...

Du hast mich nicht einmal berührt,
du hast nur ein Wort geschrieben
als wüsstest du es wie sooft ...
Von deinen Gedanken geführt,
von deiner Telepathie getrieben -
deine Tasten gleiten
unter meinen Stoff...

Dein Name erzittert in meinem Mund,
bevor du meinen ausgesprochen hast,
inmitten meiner Hüften tobt ein Sturm...
Der Drang, der Druck ist ungesund,
bleibt er weiter so eng eingefasst,
ein Reflex streckt
den Wurm zum Turm ...

Ich ließ den Stoff es aushalten,
du weißt ganz genau,
wie wir uns begehren,
wie es um mich steht...
lässt diesen Moment gewähren,
in dem auch du verstehst,
zergehst,
flehst ...
berührt zu werden...

Ich warte...
ich poche...
ich ruiniere den Stoff...
und wenn du endlich nah
zu mir kommst,
was ich mir so sehr erhoff'...
nah genug, um zu erkennen,
wie ich nach dir ausharre
nach dir horche...
nach dir giere...
nach dir brenne ...

Du wirst schnell erraten,
wirkst angefasst,
bis du es tief in dir spürst,
dass du einen Ort betreten hast,
den du nie wieder
sauber verlassen wirst...
nicht deine Lippen...
nicht dein Atem ...

© meteor 2025
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