Kein Schnee liegt mehr auf unserem Dach,
das Eis ist längst im Tau verschwunden,
das erste Gras wird langsam wach,
der kalte Wind hat sich gebunden.
Die Sonne streut ihr mildes Licht,
die Hummeln finden neue Bahnen,
die Weide zeigt sich zart und schlicht,
von Bienen sacht umkreist – wir ahnen.
Maulwurf und Wühlmaus, kaum erwacht,
verlassen ihre dunklen Gänge,
was lange still im Bau verbracht,
drängt nun hinaus aus dunkler Enge.
Sie recken ihre Nasen hoch,
und atmen frische Luft nun ein,
sie suchen Futter hier und doch
fühlt alles sich wie neu und rein.
Auch in Feld und Flur erklingt es sacht,
der Auerhahn wirbt um die Gunst,
Natur erwacht in voller Pracht,
im Abendrot, im Morgendunst.
Weit über Land regt sich das Leben,
an Zweigen, Wiesen, überall,
man kann es kaum noch widerlegen,
der Frühling kommt in jedem Fall.,