Zeitgeschehen

Ein Gedicht von Rainer Maria Derstroff
Die Geschichte beginnt: einfach und klar.
Erwartet schon seit geraumer Zeit.
Ein kleines Kind so wunderbar.
Gefühlt als halbe Ewigkeit.

Aufgehendes Licht in einer dunklen Welt.
So arm, klein und bescheiden.
Wo Egoismus Einzug hält.
Reich, an Größe - zu beneiden.

Gebildete weit oben stehen.
Nicht erkennned der großen Leiden,
eines Tages wie die Ärmsten nach oben sehen.
Von dem sich arm und reich nicht unterscheiden.

Nicht gemeint der Welten Glut.
Muskeln, Stärke, Macht nicht reichen.
Es betrifft vergossenes Herzensblut.
Wird eine größere Kraft Dogmen aufweichen.

Mit den Jahren wurde viel gestritten.
Es kommt nicht darauf an aufzustehen.
Das Kind hat schon enorm gelitten.
Starker Geist wird nicht untergehen.

Anpassen ist die lebensfeindliche Devise.
Suchen wir, das was wir nicht lieben?
Stillhalten, mitmachen für das Fiese.
Auf diesem Wege ist so mancher auf der Strecke geblieben.

Wie oft wurde mit Worten geschlagen?
Alles wurde klaglos weggesteckt.
Ist schlimmer als die Peitsche zu ertragen.
Im Tiefsten die Wunden der Anderen geleckt.

Es sind die Falschen, welche wurden abgeführt.
Oft wurde nicht mal der Ruf gelassen.
Verspottet, verstoßen, diskriminiert,
Einzelne bewegen Massen.

Im Alter die Geschichte beginnt sich zu neigen.
Von Außen gefoltert, zugeführt Pein.
Am Ende wird sich die gelebte Wahrheit zeigen.
Im Inneren gefestigt, die Seele rein.

Informationen zum Gedicht: Zeitgeschehen

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01.07.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Rainer Maria Derstroff) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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