Zeit

Ein Gedicht von Jörg Stahlschmidt
Jedes Wort von Hass getragen.
Jeder Weg zu lang zum Ziel.
Schmerz geteilt und so ertragen,
bis der letzte Zweifel viel.

Du bist hier, mein Herz geborgen.
Soll es doch so ewig sein.
Doch wer kann den Lauf schon halten,
stoppt den wilden Strom der Zeit.

Manchmal macht das Leben blind.
Keine Orte zum verstecken.
Stürme kommen, Stürme gehen.
Nacht vergeht, dein Tag beginnt.

Die Gespenster deiner Taten
stehen parat in Reih und Glied.
Aufgereiht wie Zinnsoldaten,
reift die Zeit, dein Joker zieht.

Auf dem Gipfel mehr der Lüste.
War gewesen werde sein.
Ausgebrannt und doch gewachsen,
Tag für Tag und Stein auf Stein.

Bitte bleib, ich will dich halten.
Zeit, du stummer Nimmersatt.
Will dir keinen Finger reichen,
bin vom Leben längst nicht satt.

Jeder kennt, wahr was gewesen.
Augenblick perfekt bestimmt.
Deiner Augen Worte lesen,
keine Zeit die Zeit bestimmt.

Informationen zum Gedicht: Zeit

86 mal gelesen
(3 Personen haben das Gedicht bewertet. Der Durchschnitt beträgt 3,7 von 5 Sternen)
-
20.11.2023
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Jörg Stahlschmidt) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
Anzeige