Zartgesänge

Ein Gedicht von Marie Mehrfeld
hörst du die Zartgesänge,
wie sie summend erwachen

mit dem wachsenden Schein des
aufsteigenden Monds dort hinter dem

schwarzblauen Wolkenberg, dein mitter-
nächtliches Flüstern fließt heute so verhalten,

wenn wir uns aneinander schmiegen in alter Art,
sieh, wie sie stehend schlafen im blassen Lunaschein,

meine fünf gelben Tulpen, sind Einzelträumerinnen wie ich,
der schrille Schrei liebestoller Katzen von irgendwo her

zerteilt das Dunkel mit dem Feuerschwert der Lust,
die Zeit, wie sie mir unter den Fingern zerrinnt,

deine Dunkelaugen brennen mir rote Löcher
ins Herz, dass mir das Atmen vergeht

M.M.

Informationen zum Gedicht: Zartgesänge

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16.05.2026
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