Würde

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Würde

Ja, früher gab es Würdenträger,
Die vielen Räte, die sich holten,
Wo sie als Sachverwalter, Postenjäger,
Den Menschen oft Verachtung zollten.

Man wollte weg von tausend Jahren,
Als demokratischer geworden diese Welt,
Der Muff nicht mehr unter vielen Talaren,
Die Forschung enedlich breiter aufgestellt.

Doch wenn wir Würde ganz verwerfen,
Schwindet dann nicht auch Menschlichkeit,
Wenn wir uns weiterhin nur nerven
Und ringen nicht mehr täglich um Freiheit?

Die Menschenwürde bleibt das Pfand,
Mit dem wir reichich wuchern können,
Wenn wir mit Sittenliebe und Verstand
Uns nicht an Ungerechtigkeit gewöhnen.

Kulturwürde, Nachhaltigkeit
Sind heute neue Dimensionen,
Mit denen wir die Menschlichkeit
Verenden auch in andere Regionen,

Damit das Überleben klappt
Und wir in Würde weiterleben,
Wenn kein Müll wird weiter verklappt,
Wir unsern Ozeanen eine Zukunft geben.

Wie könnten Menschen ohre Würde
Sich jemals Gottes Ebenbilder nennen,
Wären sie mehr üble Schöpfungsbürde,
Weil Höherführung sie dann anerkennen?


©Hans Hartmut Karg
2019

*

Informationen zum Gedicht: Würde

125 mal gelesen
16.12.2019
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
Anzeige