Wohin ich mich auch wende ...

Ein Gedicht von Meteor
Letztens spazierte ich über Wege,
als Kind waren es noch Wiesen,
hüfthoch Blumen, wild und rege
Bienen sich auf ihnen niederließen.

Spätsommers war ich am suchen,
im dichten Gras die Turnschuh nass,
im feuchten Wiesengrund Tretspuren,
und Champignons gab es en masse.

Wo sie aus dem Boden schossen,
tun es heute ihnen Häuser gleich.
Altbauten unbewohnt verschlossen,
Wiesengrün dem Neubau weicht.

Weiter geht mein Winterspaziergang,
erinnere mich an einst dichten Walde.
Wo itzund drängt Hauswand an -wand
mein Schlachtruf als Kind widerhallte.

Mit Wehmut verfolge ich den Wandel,
frag mich, wie oft zuvor es schon so war,
dass jemand hier mit der Zeit im Rangel,
wohin nur verschwand Jahr um Jahr?

© meteor 2026

Informationen zum Gedicht: Wohin ich mich auch wende ...

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11.02.2026
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