Wenn ich mal geh, dann geh ich leise (Tod)

Ein Gedicht von LuRe
Das Leben ist irgendwann zu Ende.
Schon zu Anfang des Lebens
war es klar,
dass das Leben bei keinem
ewig dauern mag.
Ist es dann mal soweit,
so denke ich mir,
was erwartet das Umfeld
in so einem Falle von mir?
Ein großes Taram, eine riesige Feier?
Einen Auflauf von Menschen,
die waren mir zu Lebzeiten
schon nicht geheuer!
Ein letztes Erwachen von Weggefãhrten?
Die hab ich vor Jahrzehnten
mal gekannt
und seitdem gab es nichts mehr ,
was mich mit ihnen verband.
Ein letzter Gruß
vom Nachbarn an der Ecke,
der nie mehr als ein Wort von sich gab
und die meiste Zeit
schwieg wie ein Grab?
Und all die vielen Leute,
die dann an meinem Grab
versammelt sein werden —
mir zu Ehren?
Kaum einer von denen
hat mich gekannt.
Nie war einer zu Gast bei mir
und nun trauern sie — wegen mir?
Wenn ich mal geh, dann tu ich es leise!
Und ich wünsche mir dafür:
Kein großes Drama und keine extra Kür.
Nur eine Handvoll Menschen.
Die Sonne könnte scheinen
und es sollte keiner weinen.
Ganz still und leise,
das wünsche ich mir
für meine
letzte Reise



LuRe

Informationen zum Gedicht: Wenn ich mal geh, dann geh ich leise (Tod)

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02.02.2026
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