Wenn du mir Wärme reichst
Der Herbst legt Blätterglut auf unsre Wege,
der Abend kommt ein wenig früh.
Du streifst ein Blatt von meinem Mantel.
Für mich ist das schon Poesie.
Wir gehen langsam durch den Regen,
du rückst ein Stück zu mir heran.
Es gibt so vieles noch zu sagen,
doch nichts, das nicht auch warten kann.
Zu Hause stehen unsre Tassen,
am Fenster zieht die Kälte ein.
Du wärmst die Hände an den meinen,
und schenkst mir Bernsteinnektar ein.
So möchte ich mit dir auch altern:
mit Zeit für einen stillen Blick,
mit einem Platz an deiner Seite
und Brot, von dem du mir ein Stück
herüberreichst, wenn draußen wieder
der Wind die letzten Blätter nimmt.
Ich seh dich an. In deiner Nähe
wird selbst der Herbst noch mild gestimmt.
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