Wenn der Anfang vom Ende ein Leben lang dauert...
Sie sind gemeinsam am Strand,
keine Menschen weit und breit,
sie spazieren Hand in Hand,
romantische Einsamkeit.
Er denkt dran, wie's früher war,
in so 'ner Situation,
da kamen sie sich sehr nah,
als Ergebnis kam ihr Sohn.
Doch sie sucht jetzt gern' Muscheln,
im einsamen Paradies,
vielleicht harmloses Kuscheln,
wär' was sie später zuließ'.
Sie liebt ihn noch immer sehr,
doch anders, nicht voller Glut,
ihr fällt Begehren heut' schwer,
doch ihre Liebe bleibt gut.
Für ihn ist Sex noch wichtig,
sie braucht Sex nicht mehr so sehr,
so fühlt er sich durchsichtig,
ungeliebt, traurig und leer.
Sie nimmt den Kummer nicht wahr,
weil er ihn nicht oft benennt,
und wenn er's tut, das ist klar,
ist sie gestresst und gehemmt.
Sein Verständnis wünscht sie sich,
nicht dass er sie verachte,
sie empfindet als Pflicht,
was beiden einst Glück brachte.
Warum ist das Verlangen
bei ihm denn noch so präsent,
während sie unbefangen,
lustlos neben ihm einpennt?
Soll er die Lust ignorier'n,
weil sie es halt nicht mehr fühlt,
oder soll er stets probier'n,
dass sie ihre "Pflicht" erfüllt.
Manchmal, so kommt es ihm vor,
reagiert sie schnell gestresst,
liegt ihm vorbeugend im Ohr,
dass er sie in Ruhe lässt.
Sie entwickelt sich weiter,
er veränderte sich nicht,
die Kluft wird immer breiter...
Auf dass die Liebe nicht bricht.
Thomas
Das könnte Sie auch interessieren