Welt der Scherben

Ein Gedicht von Meteor
warme Sonne
päppelt mich auf
der Nacht entkommen
nimmt mein Leben
seinen Lauf

wollte nur ich selbst sein
rollte mich zu oft ein
in Fasśaden
die mir schaden

um anderen zu gefallen
mich selbst verraten
mir Masken aufgemalen
mein Selbst geheim gehalten

oft war mir nachts danach
ein bisschen zu sterben
wenn in mir zusammenbrach
meine Welt der Scherben

jeder Morgen ist anders neu
Licht bricht meine Sicht im Mosaik
Gefühlscócktail ertränkt die Scheu
erwarte nicht, dass ich heut genüg

dem Spiegel zeig ich mich
sieht, was ungeschönt in mir kämpft
demaskiert verfängt mein Angesicht
fürs Überleben zurecht gekämmt

widerspenstig wie mein Haarwirbel
so standhaft auch mein Wille
sinnlos, wieso ich trotzdem grübel
mein Dasein flieht vor der Stille

© meteor 2026

Informationen zum Gedicht: Welt der Scherben

10 mal gelesen
-
27.02.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Meteor) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.