Welt der Scherben
warme Sonne
päppelt mich auf
der Nacht entkommen
nimmt mein Leben
seinen Lauf
wollte nur ich selbst sein
rollte mich zu oft ein
in Fasśaden
die mir schaden
um anderen zu gefallen
mich selbst verraten
mir Masken aufgemalen
mein Selbst geheim gehalten
oft war mir nachts danach
ein bisschen zu sterben
wenn in mir zusammenbrach
meine Welt der Scherben
jeder Morgen ist anders neu
Licht bricht meine Sicht im Mosaik
Gefühlscócktail ertränkt die Scheu
erwarte nicht, dass ich heut genüg
dem Spiegel zeig ich mich
sieht, was ungeschönt in mir kämpft
demaskiert verfängt mein Angesicht
fürs Überleben zurecht gekämmt
widerspenstig wie mein Haarwirbel
so standhaft auch mein Wille
sinnlos, wieso ich trotzdem grübel
mein Dasein flieht vor der Stille
© meteor 2026
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