Was den Menschen böse macht

Ein Gedicht von Nico Fender
Ich habe die Bosheit in mir gefunden
und grübel schon seit vielen Stunden,
dass, im Verborgenen verdeckt,
schon im Alltag das Böse steckt!
Denn soll man doch mit finsteren Worte meinen,
dass sich darin schon die Teufel einen
und denkt gesegnet von gerechter Lästerei
spricht man sich von ihnen einfach frei!
Wenn Vater und Mutter über eine Sache anders Denken
und sich für das Recht gänzlich verrenken.
Wenn Mädel und Bub' alles haben und können,
doch ihren Mitmenschen nicht Gleiches gönnen.
Und wenn die Drängler an den Kassen,
letztendlich doch den Bus verpassen
und jeden auf der Welt verfluchen, nur sich selber nicht,
dem Kleinen die Lieblingsvase der Oma zerbricht
und er mit Trauer und Angst erfüllt,
am Ende doch wieder nur Lügen erzählt.
Wenn der Teeni, von allen genervt, in seiner Welt will Leben,
normale Menschen sich zu Größerem erheben,
wenn man uns warten lässt, sich andere verspäten
und die Macht Träume zu zertreten:
Ein bisschen Bosheit entspringt jeder einzelnen Sekunde,
jeden Buchstaben aus dem Munde
und ein Grund warum dieser Kreis nicht endet:
Böse ist, was uns entfremdet.
Konsum - Spiele, Technik, Schlemmen und Rauchen,
zu fragen bleibt, ob wir das brauchen...
Denn so ungehalten wie der Mund -
die Frage: Ist dies ein Leben Grund:
Selbst zu haben und somit stiller Tyrann,
alles weil man es kann.
Und damit Teufels Glocken leutet,
weil das Leben anderer uns nichts bedeutet.
Nur woran man den Menschen auch als Mensch erkennt:
Er sieht's nicht, bleibt sich ewig fremd...

N.Fender

Informationen zum Gedicht: Was den Menschen böse macht

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05.01.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Nico Fender) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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