Warteschleife des Schicksals

Ein Gedicht von Claudia Behrndt
Ich klag beim Arzt: „Der Schmerz ist wirklich groß!“
Die Praxis seufzt und tippt: „Wir planen bloß...
Ein Termin im April, ganz frisch im Jahr,
bis dahin halten Sie sich wacker, ja?“

„Bis dahin“, ruf ich, „bin ich vielleicht schon fort!“
Die Stimme meint gelassen: „Kein Problem vor Ort.
Sollte es Sie bis dahin in den Himmel ziehen,
dann bitte früh genung den Termin stornieren!“

So leb ich weiter zwischen Hoffen und Bangen,
mit Wärmflasche, Tee und tapferem Schmerzverlangen.
Ob ich es schaffe bis zum Warte – Ende,
bring ich zur Sicherheit ´ne Sterbeurkunde in die Hände.

Doch plötzlich denk ich: „Ach ich geh doch schnell,
in die Notaufnahme, da läuft´s bestimmt hell!“
Doch dort schon stehen die Massen, groß und bunt
und warten musst du weiter – typisch Notaufnahme-Grund!

© Claudia Behrndt
01.03.2026

Informationen zum Gedicht: Warteschleife des Schicksals

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02.03.2026
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