Waldpool
Ein Gedicht von
Alma Berger
Umrahmt von blickdichten Fichten,
geheimes Asyl für Hautsehnsüchten,
wo keine Kleiderordnung uns bewacht,
den Tieren uns natura gleich gemacht.
Der kleine See nimmt uns so an,
wie wir schamlos in der Wildnis sind.
Das Ufer bedeckt von Moos und Farn,
bei Zeiten streichelt uns der Wind.
Die Sonne beginnt, Haut zu küssen,
verborgene Freuden geneigt sprießen.
Abgeworfen alle Last der Alltagsregeln,
im Waldpool lässt sich's frei bewegen.
Beim Trocknen auf dem weichen Moos
fügen sich Körper und Erde in Eins.
Unbeschwertes Sein macht schwerelos,
tauchen ins atmenden Tief des Hains.
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