Wahre Freundschaften? Wie bekommt man die?
Ein Gedicht von
Dieter Kinzel
Manchmal bin ich froh, wenn ich bin alleine.
Ich finde, so komme ich wieder ins Reine.
Ab wann schlägt aber dieses Alleine sein in Einsamkeit um?
Ich nehme an, wenn die eigenen Wände bleiben ziemlich stumm.
Wenn niemand mit einem reden tut
und dann braucht man eine gehörige Portion an Mut.
Dann muss man eigentlich unter Menschen gehen.
Dann würde es wieder aufwärts gehen im Leben.
Aber wenn im gesamten Leben nur etwas Negatives erlebt hatte,
dann muss ich die Menschen anfassen, als wäre sie aus Watte.
Ja, ich habe Schwierigkeiten beim knüpfen von Kontakten.
Das sind nun mal die konsequenten Fakten.
Schuld war daran meine vermieste Kindheit.
Trotzdem bin ich bereit,
meine Geschichten zu erzählen,
vor allem die mich persönlich immer noch quälen.
Aber so beginnt man doch keine Beziehung.
Man darf nicht gleich mit der Türe ins Hause fallen.
Ehe wegen einer Freundschaft die Sektkorken knallen,
muss man abhalten eine Beerdigung.
Aber gerade das fällt mir besonders schwer.
Dabei mag ich gute Menschen sehr.
Aber wer meint es mit einem gut?
Meine eigene Menschenkenntnis war bis jetzt nur Lug und Trug.
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