Vom Ende her gedacht

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Vom Ende her gedacht

Vom Ende her gedacht
Bleibt aller Anfang Hoffnung,
Denn wo der Geist erwacht,
Flieht er der Niederung,
Der Politik der Kindereien,
Dem Scheingefecht, dem lauten Schreien,
Weil das Gewissen äugend wacht.

Es sagt NEIN zu Untaten,
Die wir vorsätzlich planen,
Will uns so sittlich raten,
Was auf dem Mist streitende Hahnen
Und Hennen mantrapredigend geführt,
Damit Wahlstimme dem gebührt,
Der sich geistreich beraten.

Die Wähler sind nicht dumm!
„Die Menschen“ brauchen nichts,
Was man zerredet krumm,
Und wo auch angesichts
Drohender Weltprobleme,
Die nicht so ernst man nehme,
Käm' um Lösung herum!

Vom Ende her gedacht
Bleibt hier das Plauderspiel.
Da wird wenig gemacht,
Selbst ist das Wort das Ziel,
Damit der tumbe Wähler
Einsam als Stimmenzähler
Nicht aus der Lethargie erwacht.


©Hans Hartmut Karg
2018

*

Informationen zum Gedicht: Vom Ende her gedacht

112 mal gelesen
20.09.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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