Volkstrauertag

Ein Gedicht von Hansjürgen Katzer
Kränze schmücken Ehrenmale
um des Menschen Blick zu lenken.
Finster wirken die Fanale,
jener Opfer zum Gedenken,

Die im Krieg ihr Grab gefunden,
als Soldaten jener Macht,
die der Welt ganz unverwunden,
Tod und Leid und Not gebracht.

Namen zieren kalte Steine,
jedes Kreuz ein Mensch der starb.
Längst verblichen die Gebeine,
lang verfallen Grab um Grab.

Dunkle Träume, schwere Schatten,
die manch böser Geist ersann.
Die zum Ziele einzig hatten,
das ein weit´res Leid begann.

Spielt das Lied vom Kameraden,
spielt´s dem Volk, dem Vaterland.
Das so viel an Schuld geladen,
niemals mehr zur Ruhe fand.

Und gedenkt auch jenen Toten,
die man wahllos umgebracht,
in den Namen der Despoten,
die der Menschen Hass entfacht.

Bleibt zu hoffen das nie wieder,
jemand Machtgelüste hegt.
Das dies Land nie wieder bieder,
in den Sturm des Grauens fegt.

Viele Jahre währt der Frieden,
trauert ruhig und werdet klug.
Gebt euch mutig und entschieden,
Kriege gab es schon genug.

© Hansjürgen Katzer, November 2002

Informationen zum Gedicht: Volkstrauertag

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14.11.2021
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hansjürgen Katzer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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