Violett

Ein Gedicht von Jürgen Wagner
Da im Gehölz, da blühen Veilchen,
zart, bescheiden, still und schön
Am warmen Hang steh'n stolz und alleine
geheimnisvolle Orchideen

Im Frühling duftet süß der Flieder
Die Iris zeigt ritterlich ihre Pracht
Im Sommer blühen Salbei, Lavendel
Die Wicken klettern im Garten sacht

Die Könige tragen purpurnes Leinen,
der Papst und Bischof hinterdrein
Die Heide muss nicht groß erscheinen,
sie kann aus sich was Besonderes sein

Das Lila haben die Kühe von Milka,
und Queere fallen durch sie gerne auf
Da lieb ich mir den Amethysten,
der hat die hohen Kräfte zuhauf

Der Rotkohl stärkt im Herbst und Winter
Auberginen sind gesunde, leichte Kost
Die dunklen Trauben lieben auch Kinder
und Eiswein gibt's nach dem ersten Frost

Das Lila trägt, wer königlich fühlt
Die Farbe hat nicht mal der stolze Pfau
Ja, sie verbindet Himmel und Erde,
ist mystische Mitte zwischen rot und blau

Informationen zum Gedicht: Violett

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29.11.2025
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Jürgen Wagner) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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