Verweht!

Ein Gedicht von Bernd Tunn
Verweht...

Eine Frau geduldig steht.
Leichter Wind vom Osten weht.

Hofft so sehr auf ihren Mann.
Ist so endlos dieses Wann.

Jeden Tag die Hoffnung drängt.
Am Abend die Enttäuschung lenkt.

Irgendwann ein Segel sichtig.
Alles Andere ist jetzt nichtig.

Doch irgendwie stimmt was nicht.
Mützen ab zur Trauerpflicht.

Holzsarg wird an Land gebracht.
Beileidsgrüße mit Bedacht.

Die ernste Frau noch lange steht.
Ihr ist längst der Sinn verweht.

Bernd Tunn Tetje

Informationen zum Gedicht: Verweht!

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10.04.2026
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