Väterchen Frost hat Einzug gehalten

Ein Gedicht von Ingrid Baumgart-Fütterer
-1-
Frostige Leckerei

Wie verzuckert
wirken Rosenblätter,
von Raureif überzogen.
Bei ihrem Anblick
Läuft mir das Wasser
Im Mund zusammen.
„Verzuckerte“ Rosen
sind zum Anbeißen.
-2-
Frost verzaubert Winterlandschaft

Frost lässt Schneeflocken kristallisieren
und zu schönsten Eisblumen gefrieren,
die feuriger glitzern als Juwelen,
als wollten sie ihnen die Schau stehlen.

Ein Baum ächzt, krümmt sich unter der Schneelast,
die ihm der strenge Winter hat verpasst,
derweil seine Zweige knacken und brechen,
weil Eisnadeln die Rinde zerstechen.

Märchenhaft verschneit ist der Winterwald,
wo das Klirren des Frostes widerhallt,
des Lebens Odem erstarrt unterm Eis
und das Herz der Natur, es pocht ganz leis.
-3-
Bitterkalter Winter

Wie verzaubert sind die Naturräume,
der Winter hat Kristallzucker gestreut
und mit den Glitzerkristallen bestreut,
die Dächer, Wiesen, Sträucher und Bäume.

In den Nestern plustern sich Vögel auf,
bis ein wärmendes Luftpolster entsteht,
der Frost klirrt, Schnee fällt, ein scharfer Wind weht
kälter wird es im weiteren Verlauf.

Die Vögel sich nach dem Frühling sehnen,
nach Blumen, Insekten und Sonnenschein,
doch momentan gefriert es Stein und Bein -
die Tiere rühren einen zu Tränen.

Informationen zum Gedicht: Väterchen Frost hat Einzug gehalten

6 mal gelesen
24.01.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ingrid Baumgart-Fütterer) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.
Anzeige