Unweigerlich

Ein Gedicht von Hans Witteborg
Unweigerlich

Wenn ein neuer Tag sich erhebt,
sich mir glühend rot der Himmel zeigt,
hab´ ich das Gestern überlebt,
das Heute ist mir zugeneigt.

Heute - so froh ich bin es zu erleben -
der Tag fängt an und knabbert an der Zeit.
Ich muß ihm wieder ein Stück von mir geben,
dem Ende zu ist es nicht mehr so weit

Wie lang` gewährt der Tod mir eine Frist?
Er lauert ungeduldig vor der Tür.
Bevor es jedoch so weit ist,
halt ich dich fest, ganz fest bei mir

So Stund´ um Stund´ genieße ich
deine liebevolle Gegenwart
Am Ende noch umarm´ ich dich.
Den letzten Kuß für dich hab´ ich mir
aufgespart!

Informationen zum Gedicht: Unweigerlich

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26.03.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Witteborg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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