Unter den Linden

Ein Gedicht von Hans Witteborg
Unter den Linden

Ich bin noch einmal den verschwiegenen Pfad gegangen,
wo unter dem Blätterdach der großen Linden
ich dies Gefühl der Liebe hoffte wiederzufinden
durch das mein Herz von dir gefangen.

Du gingst – und ließ mich traurig bald zurück.
Heut´ trieb die Sehnsucht mich zu jenen Orten,
die engumschlungen wir gegangen dorten.
Wie schwelgte ich im Liebesglück!

Aus Sehnsucht bin ich diesen Weg gegangen.
Mein Herz fühlt sich wie Stein so schwer,
denn ich weiß, ich seh´dich niemals mehr,
doch hält dein Bild mich immer noch gefangen

Im Blätterrauschen höre ich dein Lachen.
Ich horch dem Wind, der in den Linden weht.
Sehnsucht ergreift mich, die nie zu Ende geht,
kann nichts dafür, kann nichts dagegen machen

Und die Allee, gesäumt von Linden,
die schützend jenen Pfad begleiten,
mir neuen Liebesschmerz bereiten,
der Anblick läßt mich keine Ruhe finden!

Informationen zum Gedicht: Unter den Linden

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14.01.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Witteborg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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