Undank ist der Welten Lohn

Ein Gedicht von Ingrid Baumgart-Fütterer
- Fiktion -

-1-
Sie hatte sich ihr Leben lang krummgelegt,
um sich durchs harte Dasein zu schlagen
alles hat sich ums Überleben gedreht,
ständig hatte sie Angst vorm Versagen.
-2-
Sie sparte sich das Essen vom Munde ab,
um ihre Kinder satt zu bekommen,
mit ihrer Gesundheit ging, s folglich bergab,
mehr schlecht als recht war stets ihr Auskommen.
-3-
Vater dreier Kinder ließ sich nicht blicken,
er verschwand auf Nimmerwiedersehen
Tränen musste sie vor Kindern „ersticken“,
Leben musste trotzdem weitergehen.
-4-
Die Jahrzehnte wie im Fluge vergingen,
Kinder ließen sich bei ihr nicht blicken,
sie musste mit Enttäuschung, Trauer ringen,
ihre Liebe im Herzen „ersticken“.
-5-
Sie fühlte sich übersehen, nicht gehört,
weder ernstgenommen, noch respektiert,
degradiert zu einem Nichts, das nur noch stört,
in seinem Menschsein man nicht akzeptiert.
-6-
In Armut vegetierte sie vor sich hin,
die Gesundheit war restlos ruiniert,
ihr „entmenschlichtes“ Leben war ohne Sinn,
physisch, seelisch, geistig war sie blockiert.
-7-
In ihrer Not sehnte sie den Tod herbei,
es gab nichts, was sie noch am Leben hielt
kein Kind war bei Urnenbestattung dabei,
Leben hatte ihr übel mitgespielt.

Informationen zum Gedicht: Undank ist der Welten Lohn

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14.08.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ingrid Baumgart-Fütterer) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.